Winterhausen

Wiedervereinigung: Was Winterhausen der Hauptstadt voraus hat

30 Jahre nach der Wiedervereinigung hat Winterhausen einen Wieder-Vereint-Stein am Main. Doch der massive Muschelkalkquader hat bereits einen Riss. Warum das Absicht ist.
Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wird der Wieder-Vereint-Stein des Bildhauers Thomas Reuter (Mitte) in Winterhausen eingeweiht. Die Gemeinde mit Bürgermeister Christian Luksch hat die Idee von Roswitha Oehler unterstützt. Für sie geht ein Traum in Erfüllung. 
Foto: Thomas Obermeier | Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wird der Wieder-Vereint-Stein des Bildhauers Thomas Reuter (Mitte) in Winterhausen eingeweiht. Die Gemeinde mit Bürgermeister Christian Luksch hat die Idee von Roswitha Oehler unterstützt. Für sie geht ein Traum in Erfüllung. 

Mit einem 22-er Schlüssel zieht Thomas Reuter noch einmal die Drahtseile fest. "Passt", sagt der Bildhauer und betrachtet sein Werk. Dann kommt ein Mann vorbei. "Da ist ja schon ein Riss im Stein", sagt er mit fränkischem Pessimismus und geht weiter am Main entlang. Reuter lacht. "Alles richtig gemacht."Denn der Riss im Stein ist Absicht. Er soll ins Auge stechen. Er soll einen Bruch zeigen. Die Erklärung dahinter ist Reuters Interpretation der Deutschen Einheit. Der aus einem Block geschlagene Muschelkalk kommt aus einem Steinbruch bei Goßmannsdorf und markiert die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten.

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