Würzburg

Würzburger Intensivtäter: Warum konnte es so weit kommen?

Warum gerät ein Jugendlicher auf die schiefe Bahn? Und wie kann man ihn da wieder runter holen? Eine Mutter, ein Sozialpädagoge und ein Richter geben Antworten.
Jugendliche Straftäter und ihre Mütter wollen sich verständlicher Weise nicht fotografieren lassen. Für unser Symbolbild haben sich andere Jugendliche fotografieren lassen.       
Foto: Patty Varasano | Jugendliche Straftäter und ihre Mütter wollen sich verständlicher Weise nicht fotografieren lassen. Für unser Symbolbild haben sich andere Jugendliche fotografieren lassen.       

Tränen tropfen der Mutter vom Kinn. Frau K. sitzt im Würzburger Justizzentrum, wo der Richter gerade das Urteil für den 18 Jahre alten Stefan K. (alle Namen von der Redaktion geändert) verkündet hat: Zwei Jahre und vier Monate Jugendstrafe. "Er bleibt aber mein Sohn", sagt Frau K. leise.   Viele Stunden lang hatte sich die Mutter zuvor im Gerichtssaal angehört, was ihr Sohn zwischen Ende 2018 und Mitte 2019 getan hat: gestohlen, geschlagen, gepöbelt.  Er gehörte zur Würzburger "Hahnenhofgruppe", einer der vier Gruppen, aus denen Jugendliche im vergangenen Jahr rund 200 Straftaten begangen ...

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