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Karlburgs Punktspielstart nach 190 Tagen Coronapause

Beim Fußball-Bayernligisten hat sich vor dem Wiedereinstieg einiges getan. Doch normal ist auch jetzt beileibe noch nicht alles.
Los geht's: Karlburgs Innenverteidiger Marvin Schramm ist am Samstag in Eltersdorf einsatzfähig.
Foto: Yvonne Vogeltanz | Los geht's: Karlburgs Innenverteidiger Marvin Schramm ist am Samstag in Eltersdorf einsatzfähig.

Der 13. März 2020 war ein kühler Vorfrühlingstag. Die Fußballer des TSV Karlburg (16./13) wollten sich am Nachmittag jenes Freitag, es war der 13., treffen, um gemeinsam zum Bayernliga-Spiel ins mittelfränkische Eltersdorf (2./48) zu fahren. "Doch früh um zehn Uhr kam das Aus", erinnert sich Trainer Markus Köhler. Die Partie wurde abgesagt, weil der Bayerische Fußball-Verband seinen Spielbetrieb wegen der Ausbreitung des Coronavirus unterbrochen hatte.

Wie lange die dann folgende Auszeit dauern würde, konnte sich zu diesem Zeitpunkt noch keiner vorstellen. Es folgten Ausgangsbeschränkungen und eine mehrmonatige Pause des Mannschaftstrainings, das die Karlburger erst Mitte Juli wieder aufnahmen. 

Nun soll an diesem Samstag, 19. September, für die Karlburger der Punktspielbetrieb wieder beginnen. Genau 190 Tage nach der Absage vom 13. März, und wieder beim SC Eltersdorf (Anpfiff 14 Uhr). Doch normal ist beleibe noch nicht alles, nicht im täglichen Leben und nicht beim Fußballspielbetrieb: "Wir müssen bei der Anfahrt Masken tragen, weil in den Kleinbussen und Privat-Pkw Abstandsregeln nicht einhalten können", berichtet der Karlburger Trainer.

Neue Gesichter

Und nicht nur die Gesichter der Spieler werden bei der Reise nach Mittelfranken durch die Masken anders als gewohnt aussehen, auch das Team als solches hat nach dem letzten Bayernliga-Spiel am 30. November 2019 (1:1 gegen die SpVgg Bayern Hof) ein verändertes Gesicht erhalten. In den vergangenen Monaten mussten die Karlburger die Abgänge von Außenstürmer David Machau (FC Arnstein), Josef Burghard (aus beruflichen Gründen nach München) und Manuel Römlein (TSV Neuhütten-Wiesthal) verkraften. Vor allem der Verlust des langjährigen Kapitäns und Spielmachers Römlein dürfte stark ins Gewicht fallen. In der Winterpause waren bereits Lukas Imgrund (Würzburger FV), Kai Langer (SV Birkenfeld) und Michael Wolff (studienbedingt) gegangen.

Dafür stießen in der Winterpause mit Henrik Ruppert vom Kreisklassisten FV Langenprozelten/Neuendorf sowie mit dem erfahrenen Angreifer Andreas Hetterich (ASV Rimpar) erfahrene Kräfte zum TSV. Zudem kamen während der Corona-Zwangspause mit Jan Martin, Adrian Winter und Jari Heuchert drei Youngster aus der U-19-Mannschaft des FC Würzburger Kickers. Alle fünf Neuen zählen zum Kader der ersten Mannschaft, die nun in Eltersdorf ran darf.

Doch auch beim Gegner hat sich etwas verändert: Eltersdorf verlor seinen Topangreifer Dickson Abiama. Der mittlerweile 21-Jährige war als nigerianischer Flüchtling nach Nürnberg gekommen und hat nach Stationen bei der A-Jugend des Kreisklassisten SB Mögeldorf und im Eltersdorfer Bayernliga-Team einen Profivertrag bei der SpVgg Greuther Fürth erhalten. Für den Zweitligisten trat Abiama beim jüngsten 6:1-Sieg in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen Meinerzhagen als zweifacher Torschütze in Erscheinung.

Angesichts der vielen Umbrüche und Wechsel gibt Markus Köhler zu: "Ich kann wirklich nicht sagen, wo wir stehen." Zumal in der Vorbereitung mit Marvin Schramm ein Schlüsselspieler mehrere Wochen mit gebrochenem Fuß gefehlt hatte. In Eltersdorf wird der Innenverteidiger dann aber wieder dabei sein.

Laut Spielplan sind für die Karlburger bis Ende Oktober fünf Bayernliga-Partien geplant. Am Dienstag, 22. September, steht dann die erste Qualifikationsrunde zum Totopokal-Wettbewerb auf Verbandsebene beim Liga-Konkurrenten Viktoria Kahl an. Gewinnen die Karlburger, geht es beim 26. September in den zweiten Runde zum TSV Abtswind. Es wäre dann einer von vier Pflichtspielvergleichen im kommenden Halbjahr mit dem unterfränkischen Rivalen. Weitere drei Partie gegen Abtswind sind nämlich in der Bayernliga und im Ligapokal-Wettbewerb terminiert. Immer vorausgesetzt, Corona macht nicht allen wieder einen Strich durch die Rechnung.

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