Würzburg

Amateur-Fußball: Keine Absagen wegen Coronavirus

In den bayerischen Ligen soll die restliche Rückrunde plangemäß starten. Doch wirft die Verbreitung des Coronavirus Fragen auf. Der Verband gibt Antworten.
In den bayerischen Amateurligen soll die restliche Rückrunde plangemäß starten
Foto: Rene Ruprecht | In den bayerischen Amateurligen soll die restliche Rückrunde plangemäß starten

Die Winterpause ist so gut wie beendet und Unterfrankens Fußballerinnen und Fußballer stehen in den Startlöchern, um die Rückrunde zu beenden. Am Wochenende nehmen die Regional- und Landesligen den Spielbetrieb wieder auf, von der Bayernliga abwärts finden zahlreiche Nachholspiele statt. Übernächste Woche wird überall wieder regulär gekickt. Gleichzeitig breitet sich das Coronavirus in Deutschland weiter aus. Experten sprechen davon, dass der Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht sei und viele Sportler fragen sich: Was heißt das nun für uns? Auf die drängendsten Fragen hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) nun Antworten gegeben.

Startet der Spielbetrieb wie geplant, oder ist mit Absagen zu rechnen?

Der BFV geht, Stand Mittwoch, 4. März 2020, davon aus, dass der Spielbetrieb wie geplant stattfindet. Sportanlagen seien bis dato nicht durch die zuständigen Kommunen gesperrt worden, heißt es auf der Homepage des Verbandes. Auch hat noch kein Landratsamt oder keine kreisfreie Stadt in Bayern kulturelle oder sportliche Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus untersagt. Der BFV steht nach eigenen Angaben mit den zuständigen Behörden in Kontakt, um auf möglichen Entwicklungen umgehend reagieren zu können.

Wie sollen sich Fußballer und Fußballerinnen aktuell verhalten?

Auch für Fußballerinnen und Fußballer gelten die Empfehlungen der zuständigen Gesundheitsbehörden, heißt: regelmäßig Händewaschen, Hygiene beim Husten und Niesen beachten und soweit möglich Abstand von anderen Personen halten. Als reine Vorsichtsmaßnahme stellt es der BFV deshalb den Vereinen und Schiedsrichtern frei, auf das obligatorische Shake-Hands vor den Spielen zu verzichten. Dabei verweist der Verband ausdrücklich darauf, dass Gesundheitsexperten die Relevanz dieser Maßnahme unterschiedlich bewerten.

Was ist mit Teams, die zuletzt zum Beispiel zum Trainingslager in Italien waren?

Auch hier verweist der BFV auf die allgemeingültigen Empfehlungen der zuständigen Behörden. Das bedeutet, wer aus einem Risikogebiet kommt – aktuell sind das die Provinz Hubei (China), die Provinz Ghom und die Stadt Teheran (Iran), die Regionen Emilia-Romagna und Lombardei, die Stadt Vo und die Region Venetien (Italien) sowie die Provinz Gyeongsangbuk (Südkorea) – sollte genau beobachten, ob er innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen und Durchfall zeigt. Ist dies der Fall, gilt es, zu Hause zu bleiben und alle nicht notwendigen Kontakte zu vermeiden, die Hust- und Nies-Etikette zu beachten und sich umgehend telefonisch mit der Hausarztpraxis oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) in Verbindung zu setzen. Sollten durch eine behördlich angeordnete Quarantäne von Fußballerinnen oder Fußballern der Spielbetrieb eingeschränkt werden, entscheidet der BFV im Einzelfall.

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