Zellerau

Kosmetik fürs Frankenland

Romantiker: Sie malten sich die Welt schön. Das hatte mit Philosophie zu tun, war aber auch Flucht aus dem Alltag. Die klappt heute noch ebenso wie im 19. Jahrhundert. Dummerweise ist die Realität hartnäckig.
Andreas Geists Würzburgansicht (1852), gesehen vom „Letzten Hieb“ (heute Frauenland).
Foto: WINFRIED-BERBERICH, Thomas Obermeier | Andreas Geists Würzburgansicht (1852), gesehen vom „Letzten Hieb“ (heute Frauenland).

Alte Zeiten, linde Trauer“, dichtete Edelromantiker Eichendorff und fühlte „leise Schauer wetterleuchtend durch die Brust“ schweifen. Ähnliches mag im modernen Menschen vorgehen, wenn er im Würzburger Kulturspeicher vor Andreas Geists Gemälde „Würzburg vom Letzten Hieb“ steht. Der Blick gleitet über Residenz und Dom, über Käppele und Festung mainabwärts Richtung Zell. Gut 160 Jahre alt ist das Bild und flüstert: Früher war alles ruhiger und besser und schöner. Tatsächlich ist die Skyline von Würzburg durch Hochhäuser, Funkmasten, Abgasschlote, seither nicht anmutiger geworden . ...

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