Eine Schande

Zum Artikel „Ausgaben für Militär auf Höchststand“ (28.4.):

Die Nachricht, dass Deutschland seine Militärausgaben 2019 auf das Rekordniveau von knapp 50 Milliarden Dollar erhöht hat, zeigt in Corona- Zeiten die ganze Absurdität unserer sogenannten Sicherheitspolitik. Wir erleben gerade hautnah, dass den wahren Gefahren für Leib und Leben des Einzelnen und der Gesellschaften mit Waffen nicht beizukommen ist, sondern dass die ungeheure Summe von 1,82 Billionen Dollar weltweiter Militärausgaben weltweit fehlen für humanitäre Aufgaben – Gesundheitswesen, Umweltschutz, internationale Katastrophenhilfe usw. Und obwohl heute noch niemand weiß, welche Unsummen nötig sein werden, um die Folgen von Corona zu bewältigen, betont unsere Verteidigungsministerin nicht am Zwei-Prozent-Ziel rütteln zu wollen, also bis 2024 auf circa 80 Milliarden zu erhöhen. Auf die Nato entfallen weit über 50 Prozent der Militärausgaben und ihre Ausrüstung gilt als die qualitativ beste. Die Nato treibt die anderen in die Aufrüstungsspirale – und nicht umgekehrt. Gleichzeitig heizt sie mit ihrer ungebremsten Rüstungsexport-Politik – auch damit liegt sie weit vor allen anderen Akteuren – vor allem im Nahen und Mittleren Osten Kriege und Konflikte an. Eine Schande, wahrlich!

Uta Deitert, 97080 Würzburg

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