Wie Sprache unser Denken und Handeln lenkt

Politisches Framing: Sind die Flüchtlinge das Problem, oder ist es der Krieg, der sie vertreibt? Oder ist es die Abschottung Europas? Die Linguistin Elisabeth Wehling erforscht, wie bewusst „geframte“, also gerahmte Sprache unsere Wirklichkeit bestimmt.
ElisabethWehling
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Versuchspersonen, die man bittet, an die Vergangenheit zu denken, beugen sich unwillkürlich nach hinten. Und nach vorne, sollen sie an die Zukunft denken. Sprache und wie wir sie benutzen beeinflusst unser Denken und Fühlen bis in die unbewusstesten Bereiche hinein. Das gilt auch und vor allem für politische Themen. Besonders rechtspopulistische Kräfte arbeiten erfolgreich mit sogenannten Frames: gezielt eingerahmten Begriffen, die bestimmte Stimmungen und Haltungen fördern. Wer etwa von einer „Flüchtlingskrise“ oder gar „-flut“ spricht, anstatt von einer ...

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