Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gerne isst, ist kein Geheimnis. Besonders regelmäßige Besucher seines Instagram-Accounts können unter #söderisst miterleben, was auf dem Speiseplan des CSU-Chefs steht. Zuletzt war das mal wieder Döner als Stärkung nach dem ARD-Sommerinterview. Das türkische Streetfood scheint es dem bayerischen Landesvater angetan zu haben, nach einem Social-Media-Auftritt am Drehspieß und dem Döner essen mit Fans, ist jetzt „Söder Kebab“ eine offiziell geschützte Marke.
Hinter der Registernummer 302024008375 beim Deutschen Patent- und Markenamt verbirgt sich eine Abwandlung des klassischen Bildes, das sich oft auf Döner-Verpackungen befindet. Hier hat der Mann am Drehspieß das Gesicht des bayerischen Ministerpräsidenten und statt „Döner Kebab“ steht „Söder Kebab“ über dem Bild.

Söder ging mit 40 seiner Instagram-Follower zum Döner-Essen
Wer Söders kulinarische Abenteuer bereits länger verfolgt, kommt dieses Logo bekannt vor. Als der CSU-Chef im vergangenen Jahr zur Feier seiner 500.000 Instagram-Follower mit 40 seiner Fans zum Döner-Essen ging, verloste er auch 500 T-Shirts mit dem nun geschützten Bild von sich als Döner-Mann. Und beim CSU-Parteitag in Augsburg im vergangenen Oktober gab es einen Döner-Stand mit dem „Söder Kebab“-Logo, der einen „Special CSU-Döner“ für drei Euro verkaufte.
Allerdings ist nicht Markus Söder selbst Rechteinhaber der Marke „Söder Kebab“, sondern die CSU Bayern. Und die bietet in ihrem Fan-Shop schon Merchandise-Produkte mit Söder als Dönermann an. Alle die, die bei Söders T-Shirt-Verlosung leer ausgegangen sind, können sich jetzt ein „Söder Kebab“-T-Shirt für 19,99 Euro oder ein Hoodie für 35,99 Euro kaufen. Ob noch mehr geplant ist, bleibt offen. Die Markenrechte umfassen laut Register auch Druckereierzeugnisse, Flyer und Aufkleber. Nicht mal Lebensmittel sind vom Tisch, denn die Markenrechte wurden sich auch für die Patent-Klassen 29 und 30 gesichert, die unter anderem Fleisch und Fleischerzeugnisse, Molkereiprodukte und Brot umfassen, also klassische Dönerzutaten.
Und wenn Du glaubst es geht nicht blöder,……………
Man glaubt blöder geht es nicht und lässt sich eines besseren belehren.
Oft finde ich, dass die Diskussion um "Kulturelle Aneignung" sehr engstirnig geführt wird und ideologisch zu überfrachtet ist. In diesem Fall drängt sich mir allerdings schon die Frage auf, inwiefern der persönliche Fetisch eines Einzelnen rechtfertigt, die Eßkultur des gesamten Orients der Lächerlichkeit preiszugeben.
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