Wenn es beim Anbau von Cannabis einen Wettbewerb um den erfolgreichsten Gärtner geben würde, hätte ein 46-Jähriger aus dem Landkreis Kitzingen gute Chancen. In seinem Garten entwickelte sich ein Pflänzchen quasi zu einem richtigen Baum.
Kitzingen
Der tatsächliche Ernteablauf würde mich mal im Detail interessieren. Wenn das Zeug frisch geerntet wird, wiegt Cannabis (so wie jede Pflanze) natürlich deutlich mehr als das getrocknete, konsumfertige Produkt. Hat die Polizei da ne Umrechnungstabelle? Und 300 Gramm von einem "Baum" hört sich jetzt nach gar nicht mal so viel an. Andererseits geht das mit der Blüte doch erst im Herbst so richtig los, wenn ich korrekt informiert bin.
Nicht umsonst ist die Kitzinger Gegend für ihren guten Gartenboden bekannt. Und warum gibt es keinen Wettbewerb für die schönste Hanfblüte; bei Wein, Wurst und Schnaps wird doch auch das DLG- Siegel draufgepappt? Ansonsten finde ich, dass Staatsanwaltschaft/Gericht nicht ganz so up to date rüberkommen. Wenn man wohlwollend voraussetzen würde, dass Hanf tatsächlich eine wirksame Arzneipflanze ist bei einer üblichen Tagesdosis von 1,5g und in Betracht zieht, das Anbau in Gartenkultur in Franken nur einmal im Jahr möglich ist, dann würden die gefundenen 450g knapp übers Jahr reichen für einen Patienten. Das Strafmaß erscheint auch ziemlich hoch angesetzt mit scheinbar 10€ Strafe pro Gramm, in der Apotheke gibt es standardisierte und überprüfte Qualitätsware schon für 5 €. Es scheint der Justiz echt schwerzufallen, beim Thema Hanf nicht sofort in alte Gewohnheiten zurückzufallen und auch die Schulmedizin ist nach wie vor nicht vorurteilsfrei und äußerst zurückhaltend mit der Verordnung.
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