Aschach

Aschach: Bezirk wildert 5000 Bachforellen aus

Zur Welt kamen die Mini-Fische in Maidbronn. Dann ging's in großen Behältern auf die Reise nach Aschach. Warum die Saale für die Tiere als Heimat sehr geeignet ist.
Sorgfältig entlässt Andreas Liepold junge Bachforellen aus einem großen Eimer in die Freiheit der Fränkischen Saale bei Schloss Aschach.
Foto: Foto Bezirk/Stefan Hummel | Sorgfältig entlässt Andreas Liepold junge Bachforellen aus einem großen Eimer in die Freiheit der Fränkischen Saale bei Schloss Aschach.

Die Freiheit beginnt in der Fränkischen Saale. Zumindest für jene 5000 jungen Bachforellen, die jetzt von der Fischereifachberatung des Bezirk Unterfranken auf Höhe von Schloss Aschach in das Gewässer ausgesetzt wurden, heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirks Unterfranken. Dieser Flusslauf sei ein idealer Lebensraum für die begehrte Fischart, so Michael Kolahsa von der Fischereifachberatung des Bezirks: "Starke Strömung, viel Sauerstoff und ein steiniger Untergrund" sind das Wichtigste.

Aufzucht in Unterstromkästen

Ihre ersten Lebensmonate hatten die Jungfische im teichwirtschaftlichen Beispielbetrieb in Maidbronn zugebracht. In der dortigen Aufzuchthalle waren die Mini-Forellen aus den etwa fünf Millimeter kleinen Eiern geschlüpft und zunächst in so genannten Unterstromkästen gehegt worden, wo für ausreichend Sauerstoff und gleichmäßiges Frischwasser gesorgt ist.

Nachdem die jungen Schuppenträger ihre Dottersäcke aufgebraucht und ihre Schwimmblasen gefüllt hatten, wurden sie anschließend in einer so genannten Langstromrinne angefüttert, bis sie fit genug für die freie Wildbahn waren.

Bezirk besitzt acht Kilometer Saale

Dieser Tage war es dann soweit. Fischwirtschaftsmeister Stefan Hummel und sein Kollege Andreas Liepold kutschierten die 5000 Bachforellen in Spezialbehältern von Maidbronn nach Aschach, wo der Bezirk Unterfranken ein rund acht Kilometer langes Stück Saale besitzt, so die Pressemitteilung des Bezirks. Besonders wichtig war es für Fachberater Michael Kolahsa, dass die Brütlinge noch kein Jahr alt waren: "Je jünger die Besatz-Fische sind, desto treuer bleiben sie ihrem Standort."

Es besteht als Grund zur Annahme, dass die meisten der 5000 neuen Saale-Bewohner ihr komplettes Fischleben in nächster Nähe zu Schloss Aschach zubringen werden. In Anbetracht des Tempos, mit dem die Bachforellen im Wasser untertauchten, dürften sie sich auch recht schnell an ihren neuen Lebensraum gewöhnt haben.

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