Langendorf

Langendorf: Sebastian Reuter prägt gerne das Ortsbild mit

AW: Neues Thema: 31-62863535 sebastian reuter stille helden       -  Sebastian Reuter mit dem Modell des Dorfbrunnens, das mittlerweile als Vogelhäuschen dient.
Foto: Hilmar Ruppert | Sebastian Reuter mit dem Modell des Dorfbrunnens, das mittlerweile als Vogelhäuschen dient.

Seit 45 Jahren ist Sebastian Reuter ehrenamtlich für die Dorfgemeinschaft in Langendorf tätig. Bei unzähligen Projekten übernahm er die Organisation und Leitung, arbeitete aber auch tatkräftig mit. Dafür verlieh ihm die ehemals selbstständige Gemeinde Langendorf die Bürgermedaille. Das wichtigste Projekt ist für ihn selbst der Bau des Sportheims und der zwei Rasenplätze.

1973 wurde Sebastian Reuter zum Vorsitzenden des SV Langendorf gewählt und übte das Amt acht Jahre lang aus, 18 Jahre lang war er im Vorstand. „Bei den Heimspielen der Fußballmannschaften wurden die Gäste aus einem Auto heraus bewirtet“, erinnerte sich Alfred Straus, der auch immer mit Hand anlegte und zur Rentnertruppe gehört, die aus der Helfergruppe Kirchplatzumgestaltung entstanden ist. Damals sei der Wunsch entstanden, eine Bretterbude für die Bewirtung zu erstellen. „Wenn wir etwas bauen, dann etwas gescheites“, sei die Antwort des damaligen Bürgermeisters Adolf Holzinger gewesen.

Mehr als 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden für Sportheimbau und Fußballplätze erbracht. 1979 feierte der Verein die Einweihung. Bei der 1225-Jahrfeier übernahm Sebastian Reuter die Station „Steinmetz- und Bruchsteinarbeiten“.

Unter anderem mit dem Erlös des Dorffestes wurden die Umgestaltungsmaßnahmen Kirchplatz durchgeführt. Zu Beginn hätten sich sechs Rentner eingefunden, um unter Anleitung von Reuter mit den Arbeiten zu beginnen. Viele weitere Helfer seien dazu gekommen und bis zur Vollendung der Arbeiten wurden 2100 Arbeitsstunden geleistet.

Die Kerngruppe der am Bau Beteiligten machte daraufhin eine Wanderung mit Ehepartnern. Dies habe allen so gut gefallen, dass die Wanderung mittlerweile seit 20 Jahren wöchentlich wiederholt werde.

Wanderungen nicht möglich

Im Zuge des Kirchplatzumbaus wurde auch das Brunnenhaus integriert. Auch diese Arbeiten erledigte die Rentnergruppe unter der Leitung von Reuter. Der alte Dorfbrunnen stand in der Brunnenstraße und wurde 1954 von einem Tankfahrzeug umgefahren und nicht mehr aufgebaut.

Auf Betreiben des Gartenbauvereins Langendorf wurde das Brunnenhaus nach alten Plänen nachgestellt und sollte an alter Stelle wieder aufgebaut werden. Mehrere Anwohner sprachen sich jedoch dagegen aus und so wurde der Brunnen damals erst einmal eingelagert, um später am Kirchplatz integriert zu werden.

2007 erstellte und finanzierte die Rentnergruppe das neue Bildhäuschen mit Marienfigur – ebenfalls Leitung und Ausführung Sebastian Reuter. Das alte Denkmal stammte aus dem Jahr 1728 und war vom Steinfraß geschädigt. Es wurde unter Zustimmung der Denkmalbehörde abgebaut.

Auf einer Wanderung durch die Friedhöfe der Nachbarorte entstand der Wunsch, den örtlichen Friedhof zu verschönern. Im Jahr 2011 pflasterte die Truppe den Platz vor der Aussegnungshalle neu und verbandelte die Friedhofsmauer.

1200 Arbeitsstunden

Die Gemeinde Elfershausen kam für die Materialkosten auf, 1200 Arbeitsstunden wurden erbracht. 2016 wurde ein neues Urnengräberfeld erstellt. Sebastian Reuter ist zudem Organisator und Planer der wöchentlichen Treffen der Rentnergruppe. Aktuell finden die Treffen coronabedingt nicht statt, aber die Teilnehmer hoffen, im Laufe des Jahres das 20-jährige Bestehen der Gruppe feiern zu können.

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