Bad Kissingen

Lernpaten als Beispiel fürs Zusammenspiel der Generationen

Der Begriff Mehrgenerationenhaus ist recht sperrig. Geschäftsführerin Iris Hönig erklärt im Kurz-Interview, dass dahinter konkrete Initiativen für alle Bürger stehen.
Iris Hönig, Geschäftsführerin des Mehrgenerationenhauses.
Foto: Archiv Benedikt Borst | Iris Hönig, Geschäftsführerin des Mehrgenerationenhauses.

Iris Hönig übernahm am 1. November 2011 die Geschäftsführung im Mehrgenerationenhaus (MGH), nachdem sie zuvor Jahre lang als deren Gründerin erfolgreich die Bad Kissinger Tafel geleitet hatte. Die 57-jährige Diplom-Verwaltungswirtin hatte es früher, als Verkaufsbezirksleiterin bei der Telekom, eher mit Fakten und Zahlen zu tun. Wenn sie über die Arbeit im Mehrgenerationenhaus spricht, merkt man ihr das lebhafte Engagement für die Menschen an, die sich ans MGH wenden.

Frage: Wie wichtig ist es, Ihrer Ansicht nach, eine solche Anlaufstelle in Bad Kissingen zu haben?

Iris Hönig: Das ist sehr wichtig, weil das Mehrgenerationenhaus für die Menschen einen niederschwelligen Zugang zu zahlreichen Angeboten eröffnet. Das heißt, man kann diese Kurse und Seminare nutzen, ohne deshalb gleich Mitglied werden zu müssen. Und es kann jede/r zu uns kommen, unabhängig vom Alter, von der Religion, von der Herkunft oder der sozialen Stellung.

Nennen Sie zwei Projekte im Mehrgenerationenhaus, die Ihnen besonders am Herzen liegen.

Hönig: Schon vor der Pandemie hatten wir die digitale Bildung für ältere Menschen im Programm. Jetzt hat sich gezeigt, dass das eine sehr gute Idee war, denn auch während der Pandemie konnten die Seniorinnen und Senioren sich jetzt weiterbilden, mit  unserer Unterstützung. Am Herzen liegt mir aber auch unser Lernpaten-Projekt im Zusammenhang mit unseren integrativen Angeboten. Bei diesem Projekt engagieren sich Ehrenamtliche für Menschen mit Migrationshintergrund – und zwar in allen möglichen Bereichen des Lebens, egal ob es um Schulaufgaben für Kinder geht oder um die Begleitung zu einer Behörde.

Das Bundesministerium machte klar, dass künftig intergenerative Projekte noch stärker in den Blickpunkt rücken sollen. Was ist damit gemeint?

Hönig: Das heißt, dass wir unsere Angebote für Jung und Alt noch besser miteinander vernetzen wollen. Denn es ist nun mal so, dass die Altersgruppen in den jeweiligen Kursen meist unter sich bleiben. Da muss man künftig ansetzen und versuchen, die Generationen näher zueinander zu bringen, wie das beispielsweise ja schon mit unserem Lernpaten-Projekt und der digitalen Bildung gelungen ist. 

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