Bad Kissingen

MINT-Tag am Gymnasium in Bad Kissingen hatte die Arbeitswelt im Blick

Die Arbeitswelt 4.0 stellt an die Fachkräfte von morgen viele neue Erwartungen - gerade in den Bereichen digitale Technologie und Informatik. Damit Schülerinnen und Schüler den Herausforderungen ihres...

Die Arbeitswelt 4.0 stellt an die Fachkräfte von morgen viele neue Erwartungen - gerade in den Bereichen digitale Technologie und Informatik. Damit Schülerinnen und Schüler den Herausforderungen ihres künftigen Berufslebens gewachsen sind, benötigen sie nicht nur umfangreiches Wissen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), sondern auch eine engagierte, pädagogische Förderung und Begleitung. Schulen , Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften kommt eine Schlüsselrolle zu, um jungen Menschen individuelle Zukunftschancen zu ermöglichen.

MINT-freundliches Gymnasium

Der diesjährige MINT-Tag der Region Mainfranken GmbH setzte genau hier an. Er fand am Mittwoch im Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen statt, das erst am Vortag mit dem Prädikat "MINT-freundliche Schule" ausgezeichnet worden war. Der MINT-Tag bot rund 100 Lehrkräften aller Schularten sowie pädagogischen Fachkräften aus Kitas und Horten die Gelegenheit zu Weiterbildung und Austausch. Im Rahmen zweier Workshop-Sessions erhielten die Anwesenden praktische Anregungen, um Kinder und Jugendliche noch mehr für MINT-Themen in Schulen und Kitas zu begeistern. Während der Pausen konnten sich die Teilnehmer in der Fachausstellung über die vielfältige Angebotslandschaft in Mainfranken informieren.

Dorothee Bär , Staatsministerin für Digitales, bezeichnete den MINT-Tag als einen ihrer wichtigsten Termine im Jahr. Sie sprach in ihrem Podiumsvortrag über neue Anforderungen in der digitalisierten Arbeitswelt, die Bedeutung digitaler Technologien als Grundelement zukünftiger MINT-Bildung sowie die Chancen von Frauen und Mädchen in entsprechenden Berufsfeldern. "Dass Mädchen ihre Matheabneigung noch immer als sympathische Ausrede benutzen können, ist nicht mehr akzeptabel." Zudem sei gute MINT-Förderung nicht nur in großen Städten möglich. "Mainfranken macht vor, dass auch in ländlichen Regionen Schwerpunkte gesetzt werden können, wenn das Kirchturmdenken durchschlagen und zusammengearbeitet wird", so Bär.

Anne Weiß, Projektleiterin bei der Region Mainfranken GmbH, betonte: "Die heutige Veranstaltung steht für zukunftsweisende, regionale Kooperation. Sie bringt Akteure unterschiedlicher Bildungseinrichtungen miteinander ins Gespräch, verbreitet Impulse für die pädagogische Arbeit und demonstriert das umfassende Engagement in Mainfranken."

"Haus der kleinen Forscher"

Einen speziellen Baustein der Veranstaltung bildete zudem der Auftakt "Haus der kleinen Forscher". Seit Juni 2019 ist die MINT-Region Mainfranken Netzwerkpartner der bundesweiten Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die sich schon seit über zehn Jahren für qualifizierte MINT-Bildung und die Professionalisierung von pädagogischem Personal starkmacht. Ab Januar 2020 werden in Mainfranken wieder Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher angeboten. "Ich freue mich sehr, dass wir mit der Region Mainfranken GmbH einen Netzwerkpartner gefunden haben, der sich schon lange für gute frühe MINT-Bildung engagiert", so Vorstandsvorsitzender Michael Fritz. "Zusammen werden wir uns dafür einsetzen, dass noch mehr Kinder in der Region vom entdeckenden und forschenden Lernen profitieren können."

Landrat Wilhelm Schneider , Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH, pflichtete dem bei: "MINT-Förderung darf nicht erst ab dem Schuleintritt stattfinden. Wir wollen Kinder schon von klein auf ermutigen, sich für MINT-Fächer zu interessieren und Spaß daran zu haben - Jungen wie Mädchen gleichermaßen. Unser Engagement im Rahmen von ,Haus der kleinen Forscher‘ wird zu diesem Ziel beitragen."

Für Erzieher fand am 4. MINT-Tag ein gesondertes Programm zum Netzwerkauftakt statt, um die Stiftung und ihre Ziele besser kennenzulernen. red

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