Rannungen

Rannungen plant Senioren-Wanderweg mit Ruhebänken

Rentnerpaar       -  Rannungen erhält 10 000 Euro für Kleinprojekte. Damit sollen Bürger zu eigenen Initiativen ermutigt werden. Als erste Idee plant die Gemeinde Ruhebänke für Senioren an Wanderwegen.Symbolfoto:  Stephan Scheuer/dpa
Foto: A4381/_Stephan Scheuer (mp) | Rannungen erhält 10 000 Euro für Kleinprojekte. Damit sollen Bürger zu eigenen Initiativen ermutigt werden. Als erste Idee plant die Gemeinde Ruhebänke für Senioren an Wanderwegen.Symbolfoto: Stephan Scheuer/dpa

Genehmigt wurde bei der Rannunger Marktgemeinderatssitzung im Rahmen des Projektes „Kombine“ prinzipiell die Anlage eines „Bängleswaach“ (für Nicht-Unterfranken: Ein Senioren-Wanderweg mit Bänken in kurzen Abständen). Die Allianz Schweinfurter Oberland bekommt ein Regionalbudget in Höhe von 100 000 Euro, von denen 10 000 Euro, der Einwohnerzahl entsprechend, auf Rannungen entfallen.

Dadurch soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden, heißt es. Gefördert werden Kleinprojekte. Anträge müssen in den nächsten Wochen eingereicht werden. Die Projekte müssen Ende September bereits abgeschlossen sein.

Sybille Büttner und Harald Klopf trugen vor, was der örtlichen Arbeitsgruppe dazu eingefallen war. Ein oder mehrere Wanderwege sollen seniorengerecht mit Bänken im Abstand von maximal 500 bis 600 Metern bestückt werden. An diesen Ruhepunkten sollen Schilder auf Bewegungsmöglichkeiten hinweisen, später könnten dort auch Trimm-dich-Geräte aufgestellt werden.

Von dem Projekt an sich war fast der komplette Gemeinderat angetan, es gab nur eine Gegenstimme. Entschieden werden soll aber noch, ob Holz- oder Metallbänke angeschafft werden sollen. Letztere sind teurer, aber pflegeleichter.

Nach Abschluss des Ausbaues der Gemeindeverbindungsstraße von Rannungen nach Pfersdorf sollte der Gemeinderat über eine verkehrsrechtliche Anordnung zur Benutzung der Straße entscheiden. Die Gemeinde Poppenhausen werde auf ihrer Gemarkung eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde und ein Verbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen (ausgenommen Land- und Forstwirtschaft) anordnen, konnten die Gemeinderäte in der Sitzungsvorlage lesen.

Die Verwaltung schlug vor, sich dem anzuschließen. Gemeinderat Harald Leurer jedoch meinte dazu, „es hat geheißen, dass es ein Radweg wird. Ich bin gespannt, wann der erste Radfahrer angefahren wird“. Gudrun Popp (Rannunger Bürgerliste) fand es „nicht so gut, dass da Pkw fahren“.

Es bleibt jedoch beim Verwaltungsvorschlag: 50 Kilometer pro Stunde und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen mit Ausnahme von Land- und Forstwirtschaft. Auf wenig Gegenliebe stieß die Forderung des Landratsamtes und des Wasserwirtschaftsamtes, die ein Gutachten zur Umweltverträglichkeitsprüfung wegen der Trinkwasserentnahme fordern. Es würde laut Angebot von Baurconsult Haßfurt 5500 bis 6500 Euro kosten. Das Trinkwasser der Gemeinde kommt aus zwei Brunnen. Daran soll sich nichts ändern, aber zurzeit läuft das aufwendige Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Wasserentnahme. Harald Klopf wies nachdrücklich darauf hin, dass sowieso die Wasserentnahme in den letzten Jahren stark gesunken ist und weit unterhalb des genehmigten Satzes liegt.

Die Vergabe des Gutachtens wurde zurückgestellt, bis Bürgermeister Zehner in Verhandlungen nochmals ermittelt hat, ob das Gutachten und damit die Kosten dafür wirklich nötig ist. (riz)

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