Thulba

Thulba: Trauer um den früheren Kreisbrandinspektor

 Helmut Klünspies, als ihn 2019 der FC Thulba für 60-jährige Mitgliedschaft ehrte.
Foto: Archiv Gerd Schaar |  Helmut Klünspies, als ihn 2019 der FC Thulba für 60-jährige Mitgliedschaft ehrte.

Einsätze, Schulungen, Versammlungen, Kameradschaftspflege: Helmut Klünspies war im westlichen Landkreis lange omnipräsent für ein schlagkräftiges Löschwesen. Seine Laufbahn krönte er in den 1980er Jahren mit Übernahme der Aufgabe des Kreisbrandinspektors. 16 Jahre war er in dieser Funktion vorwiegend im westlichen Landkreis unterwegs.

Unvergessen ist vielen Feuerwehrkameraden der Abschied von Klünspies aus dem aktiven Dienst, den er mit seinem 60. Geburtstag 2001 in der Thulbatalhalle feierte. Kameraden aus nahezu allen Wehren des Kreises aber auch die Bürgermeister aus dem Altlandkreis ließen es sich nicht nehmen, sich persönlich zu verabschieden. Insgesamt 27 Dienstjahre hatte er mit ihnen in überörtlichen Funktionen zusammengearbeitet.

Schon in jungen Jahren dabei

Von der Pike auf lernte Klünspies das Handwerk. Er trat 1960 in die Feuerwehr seines Heimatorts Thulba ein, wurde dort Löschmeister und Gruppenführer und 1974 Kreisbrandmeister. Der verheiratete Vater dreier Töchter absolvierte die notwendigen Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Würzburg, darunter auch die Zug- und Verbandsführerprüfung.

Von 1968 an legte er alle Stufen der Leistungsprüfung ab sowie die drei Kategorien der Technischen Hilfeleistung.  Für seinen 41-jährigen Feuerwehrdienst wurde er unter anderem mit der Silbernen Landkreisehrennadel der Feuerwehren und mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet.

Sechs Jahre im Gemeinderat 

Er machte sich einen Namen als Beobachter und Kritiker bei Sammel- und Großübungen der Feuerwehren im Altlandkreis und Schiedsrichter mit Augenmaß bei den Leistungsprüfungen. Komplimente gab es auch für seine Ehefrau Mizzi, die dieses Engagement mittrug. Sie starb vor drei Jahren.

Klünspies hatte nach einer Ausbildung zum Tünchner viele Jahre bei der Firma Aco in Reith gearbeitet. Vor der Gebietsreform gehörte er sechs Jahre dem Gemeinderat der noch selbstständigen Gemeinde Thulba an.  Außerdem war er in jungen Jahren Spieler beim FC Thulba. Der Verein zeichnete ihn 2019 für 60 Jahre Mitgliedschaft aus. Die Beisetzung findet nach Ostern im engsten Familienkreis statt.       

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