WÜRZBURG

Bilddatenbank erweitert Angebot der Uni-Bibliothek

Was der Bibliothekskatalog für Bücher, ist die neue Bilddatenbank „Pictothek“ der Würzburger Universitätsbibliothek für Bilder, Gemälde, Druckgrafiken, Landkarten oder Architekturpläne. Die Universität Würzburg wies am Montag in einer Pressemittelung auf das neue, zur Zeit noch im Aufbau befindliche, Angebot der Universitätsbibliothek hin.

Sie suchen ein Bild der schönen Königin Therese, deren viertägiges Hochzeitsfest mit Ludwig I. von Bayern die Geburtsstunde des heutigen Münchener Oktoberfestes war? Oder ein Porträt ihres in Würzburg geborenen Sohnes, des Prinzregenten Luitpold? In der Bibliothek der Uni sei dies nun sehr einfach möglich, heißt es in der Pressemitteilung.

„Bisher war es sehr aufwendig. Interessierte mussten in die Sondersammlungen kommen“, sagt Marion Friedlein von der Abteilung Handschriften und Alte Drucke, die das Projekt der Digitalisierung geleitet hat. Noch befinde sich die Datenbank „Pictothek“ im Aufbau, weswegen nicht alle Werke abrufbar seien.

Dass man in der Bibliothek Bücher, Zeitschriften und Zeitungen findet, weiß jedes Kind. Die Universitätsbibliothek Würzburg besitzt aber wertvolle Originalzeichnungen, Architekturpläne und Entwürfe von Künstlern wie Balthasar Neumann oder Gianbattista Tiepolo oder Porträts von Alexander von Humboldt oder eben Königin Therese. Durch das neue Angebot werde die Recherche um ein Vielfaches leichter. Die Webseite der „Pictothek“ sei so gestaltet worden, dass sie eine übersichtliche Navigation bei kurzen Ladezeiten ermögliche.

Unter der Adresse vb.uni-wuerzburg.de können die Werke bequem von Zuhause aus via Internetbrowser abgerufen werden. Zahlreiche Druckgrafiken, darunter Stadtansichten, Landkarten und Porträts seien bereits verfügbar. Darunter Ansichten der mainfränkischen Städte wie Schweinfurt, Ochsenfurt oder Kitzingen.

Eine Ausleihe der Werke sei nicht möglich, dazu seien sie viel zu empfindlich und kostbar. So müsse das Stöbern in der Grafiksammlung von der heimischen Couch aus vorerst genügen.

Ob Heimatforscher, Lehrer, Schüler oder Wissenschaftler – jeder könne die Bilder der „Pictothek“ zu privaten und wissenschaftlichen Zwecken kostenlos nutzen. Sollten für einen Vortrag eine besondere Aufnahme oder ein hochauflösender Scan für eine Veröffentlichung benötigt werden, lasse sich die gewünschte Grafik per Online-Bestellassistent ordern.

Nach und nach erweitere die Universitätsbibliothek das Angebot um Bildmaterialien aus weiteren Quellen. Dabei handele es sich unter anderem um Handschriftenminiaturen, kunstvoll gemalte Initialen, Buchillustrationen, typografisch anspruchsvoll gestaltete Titelseiten, Druckersignete und Einbände.

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