Gerchsheim

Erneut tödlicher Unfall: Lkw fährt in Stau-Ende

Innerhalb weniger Tage ist es in Unterfranken zum zweiten Mal zu einem tödlichen Unfall gekommen. Am Dienstagnachmittag fuhr ein Lastwagen auf der Autobahn Heilbronn-Würzburg (A81) nahezu ungebremst in ein Stau-Ende. In den Autos, die der 40-Tonner zusammenschob, starb ein Mann. Vier Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, kam für den Fahrer eines finnischen VW-Busses jede Hilfe zu spät. Zuletzt waren am Samstag zwei Menschen bei einem Unfall in der Nähe von Roden (Kreis Main-Spessart) gestorben.

Gegen 14.45 Uhr am Dienstag war der 40-Tonner auf der A 81 in Richtung Würzburg unterwegs. Zwischen der Anschlussstelle Gerchsheim und dem Autobahndreieck Würzburg-West hatte sich zu dieser Zeit ein Stau gebildet. Aus unbekanntem Grund fuhr der 46-jährige Fahrer mit seinem Gespann auf der gerade Strecke nahezu ungebremst auf ein Wohnmobil, einen VW-Bus, einen Kleintransporter und einen Lkw-Zug auf.

Unfall A81       -  Der 46-jährige Fahrer eines VW Busses starb bei diesem Unfall am 22. April auf der A81 bei Gerchsheim (Main-Tauber-Kreis), nachdem ein 40-Tonner nahezu ungebremst in ein Stau-Ende gefahren war.
Foto: Berthold Diem | Der 46-jährige Fahrer eines VW Busses starb bei diesem Unfall am 22. April auf der A81 bei Gerchsheim (Main-Tauber-Kreis), nachdem ein 40-Tonner nahezu ungebremst in ein Stau-Ende gefahren war.
Zunächst prallte das Gespann auf das Wohnmobil, in dem ein Ehepaar aus dem Raum München unterwegs war. Die 72-jährige Frau und ihr sechs Jahre älterer Ehemann mussten schwer verletzt in ein Würzburger Krankenhaus gebracht werden.

Im weiteren Verlauf wurden ein finnischer VW-Bus und ein Mercedes Vito beschädigt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 46-jährige Fahrer des finnischen VW-Busses eingeklemmt und schwer verletzt. Der Mann aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) erlag laut Polizei noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Der Bus und der Mercedes wurden schließlich noch auf einen in Italien gemeldeten Lastwagen geschoben.

Der 37-jährige Insasse in dem Mercedes Vito wurde mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 63-Jährige Fahrer des italienischen Lkw blieb unverletzt.

Der Verursacher des Unfalls kam mit leichteren Verletzungen ins Krankenhaus. An der Unfallstelle waren 40 Rettungskräfte von Johanniter, Malteser und Rotes Kreuz im Einsatz. Die Rettungsleitstelle hatte fünf Notärzte und zwei Rettungshubschrauber entsandt. Zudem waren die Feuerwehren aus Kist, Oberaltertheim, Höchberg, Hettstadt und Eisingen im Einsatz.

Einer der Ersthelfer verletzte sich bei dem Einsatz leicht an der Hand. Zur Klärung der Unfallursache und des genauen Geschehensablaufs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge war die A 81 in Richtung Würzburg vollständig gesperrt. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei am späten Nachmittag noch keine Angaben machen.

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