OBERNBURG

Forscher von morgen ausgezeichnet

Beobachten, untersuchen, nachmessen: Das ist Forschungsarbeit bis zur letzten Minute.
Foto: Markus Seibel | Beobachten, untersuchen, nachmessen: Das ist Forschungsarbeit bis zur letzten Minute.

Der US-amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison sagte einst „Wir wissen nicht einmal ein millionstel Prozent der Dinge“. Am Donnerstag und Freitag zeigten viele schlaue Köpfe Unterfrankens, dass dieses Zitat vielleicht gar nicht mehr der Wahrheit entspricht. Unter dem Motto „Es geht wieder los!“ kamen 152 Teilnehmer im Industrie Center Obernburg (Lkr. Miltenberg) zusammen, um ihre Forschungsarbeiten beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht Unterfranken“ unter Beweis zu stellen.

Die jungen Forscher – 14 davon kamen aus Würzburg und neun aus Schweinfurt – beschäftigten sich mit 84 Projekten. In insgesamt sieben Themengebieten präsentierten die Jugendlichen ihre Arbeiten. Abgedeckt wurden die Themen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo-/Raumwissenschaft, Mathe/Informatik, Physik und Technik.

Und auch dieses Jahr waren die Themen wieder besonders kreativ gewählt. Ein Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Schweinfurt entwickelte ein Computerprogramm, das Familien mit Migrationshintergrund das bayerische Schulsystem erklärt. „So können sich Eltern in diesem Schulsystem orientieren und ihren Kindern helfen“, erklärt der Schüler Amir Taghizadegan. Er wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 60 Euro belohnt.

Durch Zufall sind Christina Kliegl und Victoria Urrutia aus Lohr auf ihr Forschungsprojekt gekommen. Als ihr Nachbar nicht da war, standen sie vergeblich im Dunklen vor seiner Tür und klingelten erfolglos. Sie entwickelten einen modernen Fußabtreter, der automatisch das Licht einschaltet und ein Signal gibt, wenn er betreten wird.

Mit ferngesteuerten Messungsmöglichkeiten beschäftigten sich drei Schüler des Wirsberg-Gymnasiums Würzburg. Sie konstruierten eine Drohne, die die Klimadaten in der Luft und im Wasser aufzeichnen soll. Die drei gingen mit dem ersten Preis im Themengebiet Geo- und Raumwissenschaften nach Hause.

Insgesamt gab es unter den 84 guten Projekten 44 besonders gute, die mit verschiedenen Preisen belohnt wurden. Neben den klassischen ersten, zweiten und dritten Preisen bekamen die jungen Forscher teilweise auch Sonderpreise.

Download: Siegerliste von Jugend Forscht

Seit 50 Jahren findet und fördert Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb die Forscher und Erfinder von morgen. Und mit kleinen Ausnahmen steigen jedes Jahr die Teilnehmerzahlen. Haben 1985 in Unterfranken nur knapp 40 Mädchen und Jungen mitgemacht, waren es dieses Jahr 152 begeisterte Jungforscher.

Und diese werden eventuell auch im kommenden Berufsleben in ihre Forschungsbereiche zurückkehren. Laut Veranstaltern zeigen Biografien ehemaliger Teilnehmer, dass neun von zehn erfolgreichen „Jugend forscht“-Teilnehmern Berufe im naturwissenschaftlich-technischen Bereich ergriffen. Die Chancen stehen also gar nicht schlecht, dass die diesjährigen Teilnehmer später vielleicht noch etwas Größeres aus ihren Projekten machen.

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