HAMMELBURG

Justiz-Ära in Hammelburg geht zu Ende

(kgh) „Das ist wohl das Ende der Justizgeschichte Hammelburgs“, sagte Bürgermeister Ernst Stross beim offiziellen Abschied von der Zweigstelle Hammelburg des Amtsgerichts Bad Kissingen. Die Schließung sei ein schwerer Schlag für Hammelburg, denn die Wertigkeit eines Mittelzentrums sinke dadurch enorm. Gekämpft habe die Stadtverwaltung, dass das Amtsgericht bleiben darf, doch die Schließung war – noch unter der Amtszeit Edmund Stoibers – beschlossene Sache. Leider hätten die Proteste, die Briefe an Justizministerin Beate Merk sowie die Unterstützung des Bayerischen Anwaltsvereins nicht das gewünschte Resultat gebracht.

Auch der Leiter des Amtsgerichts Bad Kissingen, Matthias Göbhardt, sieht die Problematik, doch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit habe es keine andere Möglichkeit gegeben. Schon in den vergangenen Jahren sei das Amtsgericht Hammelburg personalmäßig unterbesetzt gewesen. Verhandlungen werden nun zentral im Amtsgericht Bad Kissingen stattfinden.

Erst im Juni war ein Käufer für die unter Denkmalschutz stehende Hammelburger Zweigstelle gefunden worden: die KKM Real Estate aus Würzburg, eine private Investoren- und Vermietergesellschaft, erwarb das Objekt für weniger als 350 000 Euro. Die Räume sollen an Ärzte, Anwälte oder andere Firmen vermietet werden. Zuvor hatte die Stadt überlegt, das Gebäude vom Freistaat zu kaufen und ein Infanteriemuseum einzurichten.

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