WÜRZBURG

Pfarrer zeigt gloria.tv wegen Hakenkreuz an

Der katholische Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose hat am Montag Strafanzeige gegen die umstrittene Internetseite „gloria.tv“ erstattet. Anlass ist ein deutschsprachiger Beitrag des Portals vom 3. März sowie die englischsprachige Nachrichtensendung vom 4. März, in der ein Kamerateam von „Spiegel TV“ massiv diffamiert wird.

Am Ende der Sendung wird das Logo von „Spiegel TV“ noch mit einem Hakenkreuz versehen. Er habe deshalb Strafanzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gestellt, sagte Hose dem Evangelischen Pressedienst auf Anfrage.

Zuletzt hatte sich „gloria.tv“ am 18. Februar eine ähnliche Entgleisung geleistet, als in der englischsprachigen Ausgabe der Nachrichtensendung die Porträtfotos der Kardinäle Joachim Meisner (Köln) und Karl Lehmann (Mainz) sowie der Bischöfe Heinrich Mussinghoff (Aachen), Franz-Josef Overbeck (Essen), Felix Genn (Münster) und von Bischof Hans-Josef Becker (Paderborn) mit einem Hakenkreuz markiert wurden.

Daraufhin hatte die Initiative „Stoppt kreuz.net“ die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) zu einer deutlichen Distanzierung von „gloria.tv“ aufgefordert. Die DBK erklärte, „gloria.tv“ habe eine „inakzeptable Grenze überschritten“.

Nach epd-Informationen haben bislang weder die DBK noch einzelne Bischöfe Strafanzeige wegen Beleidigung oder des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gestellt. Die Internetseite, deren Inhalte größtenteils vermutlich in Österreich, Deutschland und der Schweiz produziert werden, ist in der Republik Moldau registriert. Strafanzeigen haben daher rein juristisch nur eine geringe Erfolgsaussicht.

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