BAD NEUSTADT

Sexueller Missbrauch: Keine Ermittlungen gegen Pater

Im möglichen Missbrauchsfall um einen ehemaligen Pater des Klosters Lebenhan wird die Staatsanwaltschaft keine Ermittlungen einleiten. „Die Taten sind mit einiger Sicherheit verjährt“, sagte der Schweinfurter Leitende Oberstaatsanwalt Rainer Vogt am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Zudem liege ihm keine Strafanzeige gegen den Geistlichen vor.

Wie berichtet, wird der heute 71 Jahre alte Pater der Ordensgemeinschaft „Missionare von der Heiligen Familie“ von einem früheren Klosterschüler beschuldigt, „über Jahre“ Jungen sexuell missbraucht zu haben. Dies soll sich Mitte der 70er Jahre abgespielt haben. Der Orden betrieb in dem Kloster bei Bad Neustadt bis 1978 ein Internat. Zurzeit läuft eine „kirchenrechtliche Voruntersuchung“, die bis 21. Oktober abgeschlossen sein soll.

Unterdessen meldete sich nach der Berichterstattung dieser Zeitung in der Donnerstagsausgabe am Freitag ein weiterer ehemaliger Schüler des Internats. Er erinnere sich an die Vorfälle. Er sei kein Opfer, wisse aber, dass ein damaliger Bettnachbar betroffen sei, berichtete der Mann. Auch der mittlerweile 50 Jahre alte Ankläger, der den Fall mit einer Anzeige bei der Kirche ins Rollen gebracht hatte, wurde nach eigenen Angaben nicht selbst missbraucht.

Bei der Diözese Würzburg haben sich nach Auskunft von Bistumssprecher Bernhard Schweßinger bisher keine möglichen Opfer des Paters gemeldet. Wenn ein Betroffener Rat suche, biete die Kirche therapeutische Hilfe an. „In diesem Fall ist zunächst einmal der Orden zuständig“, sagte Schweßinger.

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