Wonfurt

Ein Geschenk für „Archivseele“ von Wonfurt

Feierlich überreichte Bürgermeister Holger Baunacher (rechts) dem Wonfurter Heimatforscher Raimund Vogt seine Aufzeichnungen als repräsentatives Buch.
Foto: Christian Licha | Feierlich überreichte Bürgermeister Holger Baunacher (rechts) dem Wonfurter Heimatforscher Raimund Vogt seine Aufzeichnungen als repräsentatives Buch.

Als „Archivseele von Wonfurt“ bezeichnete Bürgermeister Holger Baunacher den Heimatforscher Raimund Vogt bei einem Empfang im Rathaus. Im feierlichen Rahmen wurde das Buch gewürdigt und überreicht, das der 86-jährige Wonfurter über das Adelsgeschlecht „von der Beeck“ geschrieben hat.

Zahllose Stunden im Archiv

Bereits seit Jahrzehnten ist Raimund Vogt mit der geschichtlichen Aufarbeitung über seine Heimatgemeinde beschäftigt. Zahllose Stunden verbrachte er dabei im heimischen Archiv als auch im Staatsarchiv Würzburg. In der Vergangenheit brachte der Heimatkundler bereist einige Heftchen heraus, zum Beispiel über Maria Ann von der Beeck, die Äbtissin der Benediktinerinnenabtei St. Irminen bei Trier war, oder über den Einmarsch der Amerikaner am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 in Wonfurt. Mit dem aktuellen Werk hat sich Raimund Vogt rund 20 Jahre beschäftigt, wobei er nach eigener Aussage nicht gezielt vorgegangen ist, sondern Stück für Stück alles zusammengetragen hat, wie es sich gerade ergab.

Buch über Adelsfamilie

Eine Aufwandsentschädigung für seine Tätigkeit als Archivar lehnte Vogt stets ab, so dass Bürgermeister Baunacher eine besondere Überraschung für den rüstigen Rentner parat hatte. Im DIN-A-4-Format mit geprägtem Ledereinband überreichte ihm das Gemeindeoberhaupt einige für ihn und seine Freunde und Bekannten extra angefertigten Exemplare des Buches über die Familie von der Beeck.

Ein Dank galt auch der Enkelin Katharina Klebrig, die die handschriftlichen Aufzeichnungen ihres Großvaters in das Digitale umgesetzt hat.

Die von der Beecks scheinen eine außergewöhnliche Adelsfamilie gewesen zu sein, wie aus Vogts Buch hervorgeht. Dort ist nämlich vermerkt, dass es „eine von der hiesigen Bevölkerung geliebte und hochgeehrte, große Wohltaten spendende Adelsherrschaft“ war. Von 1650 bis 1747 lebten drei Generationen in Wonfurt. Zehn Flurdenkmäler zeugen heute noch von der katholisch gläubigen Familie. Der ansässige Adel aber hat die von der Beecks scheinbar nie zu seinesgleichen gezählt. Gleichwohl gingen aus dem Geschlecht bedeutende Persönlichkeiten hervor, die sich Anerkennung und Wertschätzung durch ihre hohen Stellungen in geistlichen wie weltlichen Bereichen erwarben.

Bestellungen bei der Gemeinde

Das 150-seitige Buch über die von der Beecks wird demnächst in einer DIN-A-5-Ausgabe erscheinen. Bestellungen nimmt die Gemeinde Wonfurt entgegen.

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