Bamberg

Kindergarten "Rosaroter Panther" Bamberg sucht neue Bleibe

Bisher verfügt der Kindergarten über einen Garten zum Spielen und Toben. Ein solcher sollte auch an einem neuen Zuhause im Bamberger Stadtgebiet vorhanden sein.
Foto: Marion Krüger-Hundrup | Bisher verfügt der Kindergarten über einen Garten zum Spielen und Toben. Ein solcher sollte auch an einem neuen Zuhause im Bamberger Stadtgebiet vorhanden sein.

Es war ein Hoffnungsschimmer am ansonsten dunklen Horizont: Eine Wohnung in der Heilig-Grab-Straße stand in Aussicht: "Eine ideale Bleibe für uns", sagt Nadine Neeb. Doch inzwischen habe sich diese Chance zerschlagen, bedauert die Erzieherin des Kindergartens "Rosaroter Panther" in der Franz-Ludwig-Straße.

Die Eigentümer des Hauses, in dem dieser in Bamberg einzigartige Kindergarten seit den 1980er Jahren untergebracht ist, haben dem Träger zum November 2023 gekündigt. Sie wollen in dem Gebäude durch Komplettsanierung gleichwertige Wohnungen schaffen. Da bleibt für einen Kindergarten kein Platz mehr. "Bisher besichtigte Objekte waren ungeeignet, und auch die Stadt Bamberg verfügt aktuell über kein passendes Angebot", beklagt Kathleen Beck die bisher vergebliche Suche nach einem neuen Zuhause für 25 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Kathleen Beck ist Vorstandsmitglied im Trägerverein "Elterninitiative Kindergarten Rosaroter Panther e.V.".

Kinder gestalten den Alltag aktiv mit

Die Mutter – als Sozialarbeiterin derzeit in Elternzeit – weiß ihre vierjährige Tochter im "Panther" so gut aufgehoben, dass sie auch ab April ihren dann zweijährigen Sohn Alex dort betreuen lassen will. Neben Nadine Neeb sorgen ein Sozialpädagoge und ein Erzieher für das Wohl der Kids: in diesem Kindergarten mit Alleinstellungsmerkmal in der frühpädagogischen Landschaft der Stadt: "Kinder, Eltern und Erzieher wirken auf Augenhöhe zusammen und gestalten ein ganzheitliches Lernumfeld", erklären Kathleen Beck und Nadine Neeb.

Die Erzieherin spricht von einem "situativen Ansatz", der sich an aktuellen Themen der Kinder orientiere und deren Interessen aufgreife. "Wir agieren in der Lebenswelt der Kinder und arbeiten weniger mit Normgebung und ritualisierten Tagesabläufen", so Neeb. Die Kleinen würden den Kindergartenalltag aktiv mitgestalten und sich selbstständig mit ihren Freunden bewegen.

Kathleen Beck (links) und Nadine Neeb wünschen dem Kindergarten 'Rosaroter Panther' eine Zukunft in Bamberg.
Foto: Marion Krüger-Hundrup | Kathleen Beck (links) und Nadine Neeb wünschen dem Kindergarten "Rosaroter Panther" eine Zukunft in Bamberg.

Auch die Eltern seien gut vernetzt, pflegten Kontakte zueinander und organisierten gemeinsame Aktionen mit den Kindern und Erziehern wie Feste im Jahreskreis, listet Kathleen Beck auf. Und lacht, Denn zur elterlichen Selbstverwaltung des "Rosaroten Panthers" gehöre auch der zweimal wöchentlich anfallende Putzdienst – "da machen auch Väter sehr gut mit!" – oder die Pflege des Gartens.

Dem rein ehrenamtlich verwalteten Kindergarten fehlt eine hauptamtlich geführte Trägerstruktur mit etabliertem Netzwerk: "Dementsprechend mahlen die Mühlen langsamer, und wir müssen jetzt schon nach einem neuen Zuhause suchen", weiß Kathleen Beck angesichts der einjährigen Kündigungsfrist, die ihnen die Vermieter eingeräumt haben.  Für den Umzug sei ein realistischer Zeitrahmen von sechs bis neun Monaten anzusetzen, meint sie und verweist darauf, dass in einer neuen Bleibe wohl Umbaumaßnahmen notwendig seien: "Wir brauchen ein Kinderbad", ergänzt Erzieherin Neeb.

Gesucht wird eine rund 100 Quadratmeter große Wohnung

Gesucht wird eine etwa 100 Quadratmeter große, barrierefreie Erdgeschosswohnung möglichst mit Garten im Stadtgebiet "und einem netten Vermieter", sagt Nadine Neeb und lächelt. Ihr sei schon bewusst, dass ein Kindergarten "lauter ist als eine vierköpfige Familie", doch zu den Öffnungszeiten von 7.45 bis 16.15 Uhr seien die meisten Erwachsene außer Haus bei der Arbeit. Und bisher hätte der "Rosarote Panther" in bester Nachbarschaft zu den Mitbewohnern gestanden.

"Wir wären ein zuverlässiger, liquider Partner, der an einem langfristigen Mietverhältnis interessiert ist", betont Kathleen Beck für die Elterninitiative. Zumal der Kindergarten finanziell staatlich gefördert werde wie jeder Regelkindergarten, und die Eltern den Kindergartenbeitrag zahlten.

Es sei in erster Linie wichtig, überhaupt ein Zuhause für die Kinder zu finden, ergänzt die Mutter. Denn ohne neue Bleibe "müssen wir den Kindergarten Rosaroter Panther auflösen".

Wenn ein Vermieter eine Wohnung im Angebot hat, findet er die Kontaktdaten der Elterninitiative auf www.kindergarten-bamberg.de

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