Gollhofen

Acht originelle Motivwagen für die Kirchweih gebaut

Gemeinschaftsbild mit Bürgermeister mit eigens für die Kirchweih angefertigtem Mundschutz mit Dorfwappen und Jahreszahl.
Foto: Gudrun Trabert | Gemeinschaftsbild mit Bürgermeister mit eigens für die Kirchweih angefertigtem Mundschutz mit Dorfwappen und Jahreszahl.

Manchmal muss man aus der Not einfach eine Tugend machen.  Diesen alten Sinnspruch hat sich die Gollhöfer Dorfjugend zu Herzen genommen, als es um die Planung der diesjährigen Kirchweih ging. Ausfallen lassen, so „Kerwa-Chef“ Hannes Steidl, war keine Option. Also mussten Wege gefunden werden, wie die Traditionskirchweih unter Beachtung der Corona-Regeln trotzdem ihrem Ruf gerecht werden konnte.  Und es ist gelungen. Nach dem Motto „Jetzt erst recht!“ hat sich die Jugend ins Zeug gelegt und in wochenlanger Vorarbeit in jeweils kleinen, fest definierten Teams acht originelle Motivwagen gebaut.

Der publikumswirksame Zug durch das Dorf musste zwar entfallen, dafür gab es aber die Möglichkeit, die Wagen beim Sonntagsspaziergang mit der Familie an verschiedenen Stationen im Dorf zu bewundern. Die Route mit den Standorten wurde vorher bekannt gemacht, und an jeder Station gab es zusätzlich zur Orientierung eine Infotafel mit Nummerierung und eingezeichneter Marschrichtung. Die Aufbauten – egal, ob originalgetreu nachgebaute Schlepper oder Autos – sorgten für große Bewunderung.

Der Hingucker war aber zweifelsohne der Motivwagen, der davon erzählte, dass eine Frau eigenhändig das verstopfte WC reparieren wollte. Dabei spritze ihr die unappetitliche Brühe entgegen, weshalb sie sich sofort die Kleider vom Leib riss und nur noch in Unterwäsche da stand, als der Monteur kam. Sie nahm es mit Humor und stellte sich am Sonntag sogar fürs Foto zu ihrem Double auf den Motivwagen.

Missgeschick bei der WC-Reparatur: Die Verursacherin nahm es mit Humor und stellte sich fürs Foto zu ihrem Double auf den Kirchweihwagen.
Foto: Gudrun Trabert | Missgeschick bei der WC-Reparatur: Die Verursacherin nahm es mit Humor und stellte sich fürs Foto zu ihrem Double auf den Kirchweihwagen.

Weitere Geschichten erzählten unter anderem von fliegenden Geldscheinen auf einem Acker, von einer Kollision des Feuerwehrautos mit einem Tierarzt und von einem selbstfahrenden Motorrad. Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es heuer aber dennoch: Das 30. Jubiläum des sogenannten „Fischmaß-Trinkens“ konnte nicht stattfinden. Im Jahr 2020 wird die entsprechende Zeile in der Chronologie nun ohne Namen bleiben.

In der 64-seitigen „Kerwa-Zeitung“ wurden alle Ereignisse des vergangenen Jahres zum Nachlesen verewigt. Und das Datum für die nächste Kirchweih steht auch schon fest: Es ist der 31. Oktober 2021. Dann hoffentlich wieder mit Umzug und Kerwa-Predigt.

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