Volkach

Alltagshelden: In der Apotheke ist man erster Ansprechpartner

Sie sind Helden des Alltags: In einer Serie stellen wir Menschen vor, die das öffentliche Leben aufrecht erhalten. Heute: Simone Wilde, pharmazeutisch-technische Assistentin.
Simone Wilde arbeitet in eine Apotheke in Volkach (Lkr. Kitzingen). 
Foto: Hanns Strecker | Simone Wilde arbeitet in eine Apotheke in Volkach (Lkr. Kitzingen). 

Der Job in einer Apotheke ist in Corona-Zeiten kein leichter. Jeder, der sich krank fühlt oder krank ist, kommt hierher. Meist noch vor einem Arztbesuch. Für Simone Wilde, seit 25 Jahren in der Riemenschneider-Apotheke in Volkach (Lkr. Kitzingen) tätig, ist das jedoch kein Grund, sich unwohl zu fühlen. Sie arbeitet als pharmazeutisch-technische Assistentin in einem, wie sie sagt, "hervorragenden Team von Mitarbeitern". Alle stehen "an vorderster Front", nur geschützt durch eine große Glasscheibe am Tresen. "Wir arbeiten am Anschlag", erzählt sie. "Im Labor Rezepturen herstellen, Waren auspacken, registrieren und dann noch die Kunden beraten und Medikamente verkaufen geht nur, wenn es im ganzen Team stimmt."

So eine Krisen-Situation hat Simone Wilde noch nie erlebt. Eine ihrer Aufgaben ist das Warenwirtschaftssystem. "Im Februar kam die erste Warnmeldung, dass einige Medikamente knapp werden könnten. Wir haben sofort reagiert und diese bei verschiedenen Arzneihändlern bestellt. Somit war unsere Apotheke im März lagermäßig ganz gut aufgestellt. Am Schlimmsten ist es natürlich bei den Schutzausrüstungen, wie Mundschutz und Kittel. Mit dem Desinfektionsmittel konnten wir uns selbst helfen, weil wir es nach Vorgabe in Eigenregie hergestellt haben. Mit vereinten Kräften haben wir bisher immer alles geschafft. Den hier niedergelassenen Ärzten konnte zumindest mit Kleinmengen unter die Arme gegriffen werden", resümiert sie.

Schlimm sei, dass gerade ältere Kunden sehr ängstlich sind. "Wir sind hier der erste Ansprechpartner und man muss sich die Sorgen anhören. Allein das hilft schon viel." Manche Kunden seien dem Personal "richtig ans Herz gewachsen". Hochrisikopatienten zum Beispiel. "Die kämpfen seit Jahren gegen eine chronische Krankheit an, und nun das. Da muss man jetzt schon mehr als nur "Apotheke" können."

In unserer Serie "Alltagshelden" stellen wir Menschen aus der Region vor, die täglich ihr Bestes geben, um das öffentliche Leben trotz der Corona-Krise aufrecht zu erhalten. Viele können nicht von Zuhause aus arbeiten und müssen sich deswegen täglich neuen Herausforderungen stellen. Ein großes Dankeschön dafür!

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