Marktbreit

Anschlag in Hanau: Mahnwache in Marktbreit

Rund 60 Personen versammelten sich am Freitagabend vor der evangelischen Kirche in Marktbreit zu einem Friedensgebet bzw. einer Mahnwache.
Foto: Elmar Klotz | Rund 60 Personen versammelten sich am Freitagabend vor der evangelischen Kirche in Marktbreit zu einem Friedensgebet bzw. einer Mahnwache.

Rund 60 Personen waren dem Aufruf der Evangelischen Kirche Marktbreit und des Partnerschaftskomitees Fléac-Marktbreit gefolgt und versammelten sich am Freitagabend vor der evangelischen Kirche in Marktbreit zu einem Friedensgebet bzw. einer Mahnwache. Anlass war die schreckliche Tat in Hanau, bei der am 19. Februar elf Menschen ums Leben gekommen waren.

Die beiden Organisatoren erinnerten gemeinsam an die Möglichkeit der Völkerfreundschaft. Denn Deutschland und Frankreich, die jahrhundertelang als Erz- und als Erbfeinde galten, sind heute befreundete Nationen, die selbst auf kommunaler Ebene mittels Städtepartnerschaften, wie zwischen Marktbreit und Fléac, miteinander verbunden sind. 

Den Ermordeten eine Stimme geben

Die Präsidentin des Partnerschaftskomitees, Maria Luise Thein, wünschte sich in der Zukunft eine ähnliche Verständigung zwischen Menschen aller Nationen. Pfarrer Thomas Volk gab den Ermordeten eine Stimme und erzählte von ihrem Leben, ihren Hoffnungen und Zielen. „Auch wenn wir die Verstorbenen und ihre Familien nicht kennen, ist es unser Anliegen, den Opfern und ihren Angehörigen unsere Anteilnahme auszudrücken. Wir sind in Menschlichkeit verbunden, egal über welche Entfernung hinweg.“ 

Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk ermahnte, dass es keine Toleranz für Rassismus, Rechtsradikalismus und sprachliche Entgleisungen geben könne. Frieden beginne im eigenen Kopf, werde hörbar in einer achtsamen Sprache und führe zu verantwortlichem Handeln. Eine Verszeile des libanesischen Philosophen Khalil Gibran appellierte an die anwesenden Personen, selbst tätig zu werden, um den Schmerz über die Geschehnisse in Hanau  in eine positiv gestaltende Kraft zu verwandeln. 

Dem Aufruf, dass jeder der Anwesenden zum Abschluss sein mitgebrachtes Friedenslicht einer anderen Person in dieser Runde schenken solle als aktives Zeichen der Mitmenschlichkeit, wurde gerne gefolgt.

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