Dettelbach

Auftrag für Sternbräu-Sammlung vergeben

So könnte nach Vorschlag von Daniela Kühnel eines der drei Fenster der künftigen Dettelbacher Sternbräu-Ausstellung aussehen. Grafik: Daniela Kühnel
| So könnte nach Vorschlag von Daniela Kühnel eines der drei Fenster der künftigen Dettelbacher Sternbräu-Ausstellung aussehen. Grafik: Daniela Kühnel

Daniela Kühnel aus Rödelsee erhält den Auftrag, die Sternbräusammlung im Dettelbacher Rathaus zu präsentieren. Das beschloss der Stadtrat am Montagabend nach einer lebhaften Diskussion. Mit 13:7 Stimmen konnte ihr Konzept mehr Räte überzeugen, als die schon im Februar vorgestellte Präsentation des Büros Hummel und Lang.

Es ist eine große Sammlung, die Alexander Kraus der Stadt geschenkt hat: alles rund um die ehemalige Dettelbacher Brauerei Sternbräu. Darunter große Objekte, wie eine Wetterfahne oder eine handbetriebene Feuerwehrpumpe, Bierdeckel und Gläser, aber auch Etiketten und viele schriftliche Unterlagen, die einer Digitalisierung harren.

70 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Gezeigt werden soll die Ausstellung auf rund 70 Quadratmetern Fläche im Untergeschoss des Rathauses, gegenüber dem Eingang, durch drei große Fenster von außen einsehbar und gelegentlich begehbar. Wunsch des Schenkers ist es, dass im Laufe der Zeit alle Exponate einmal präsentiert werden können.

In der Diskussion über das Konzept Hummel und Lang im Mai wurde schnell klar: Den Räten ist diese Präsentation mit rund 68 000 Euro zu teuer und ein wenig zu steril. Mehr als 30 000 Euro sollte es auch nicht kosten. Ein zweites Büro sollte die Möglichkeit bekommen, ebenfalls ein Konzept zu erarbeiten. Am Montagabend reduzierte Alexander Hummel in einer weiteren Präsentation die Kosten auf 50 000 Euro, blieb aber ansonsten weitgehend beim bisherigen Vorschlag seines Büros.

Wechselnde Themenschwerpunkte möglich

Ganz auf eine Außenpräsentation durch die drei großen Fenster setzte Daniela Kühnel bei ihrem Vorschlag. Jedes der Fenster sollte einen eigenen Themenschwerpunkt bekommen, etwa „Geschichte und Entwicklung der Sternbräu“. Ein etwa 4,5 x 2,5 Meter großes historisches Foto aus dem Archiv bildet halbrund den Hintergrund. Passend dazu entwickelt sich davor ein möblierter Raum, ein Büro vielleicht, das die Möglichkeit hat, größere Objekte zu präsentieren. Im Vordergrund könnten Pultvitrinen kleine Stücke zeigen. Der Themenschwerpunkt kann nach einiger Zeit gewechselt werden. Möglich ist auch eine Bildschirmpräsentation. Die Kosten schätzt Kühnel auf rund 40 000 Euro.

In der Diskussion setzte sich Kühnels Vorschlag durch, auch wenn Fragen nach den nicht gezeigten Objekten noch offen waren. Offen auch die abschließende Haltung von Alexander Kraus, der – kurz in die Diskussion im Rat eingebunden – deutlich machte, dass er möglichst viele Objekte ausgestellt sehen möchte.

Nach Ermittlungen der Verwaltung kann die Ausstellung mit 30 Prozent der Sachkosten, maximal 15 000 Euro pro Sammlung und Jahr, vom Bezirk Unterfranken gefördert werden, was auch eine Umgestaltung der Fenster und einen Wechsel der Objekte beinhalten würde.

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