Volkach

Ausstellung 200 Jahre Bayerische Verfassung

Etwa 100 Gäste hörten dem Regierungspräsidenten Paul Beinhofer bei seiner Eröffnungsrede zu
Foto: Hanns Strecker | Etwa 100 Gäste hörten dem Regierungspräsidenten Paul Beinhofer bei seiner Eröffnungsrede zu

Gut 100 Gäste zwängten sich in den Saal des Schelfenhauses in Volkach um die Stehtische, um an der Eröffnung zu der Ausstellung „200 Jahre bayerische Verfassung im Landkreis Kitzingen“ teilnehmen zu können.

Die Ausstellung ist im Museum Barockscheune zu sehen; der Festakt wurde wegen des Besucherinteresses in das Schelfenhaus verlegt.

Landrätin Tamara Bischof war stolz darauf, dass sich 29 Gemeinden des Landkreises bereit erklärt hatten, sich an dieser Ausstellung zu beteiligen. Dies war nur durch den unermüdlichen Einsatz von Monika Conrad aus Kleinlangheim und der Volkacher Stadtarchivarin Ute Feuerbach möglich.

Bürgermeister Peter Kornell moderierte den Empfang und verwies ebenso wie die Landrätin, auf die Leistungen der Gemeindeverantwortlichen und Privatpersonen, die zum Gelingen der Ausstellung beitrugen. Insbesondere wurde Paul Graf von Schönborn gedankt, der herausragende Erinnerungsstücke von seinem Urahn Franz Erwein von Schönborn-Wiesentheid zur Verfügung stellte.

Musikalisch begleitet wurde der Festakt durch die Sopranistin Nicole Schömig. Unter die Gäste hatte sich auch das Ehepaar Heike und Diethart Heller gemischt. Er trug die schmucke Uniform eines französischen Artillerieoffizieres und seine Frau das Gewandt einer Marketenderin. Die drei „Marktweiber“ Mechtild Sterk, Roswitha Dörflein-Schenk und Karola Böhm zeigten einen Sketch aus der damaligen Zeit. Bei dem wurde das Leben auf dem Marktplatz in Großlangheim nachgestellt.

Regierungspräsident Paul Beinhofer war beeindruckt von der Leistung der Beteiligten und bezeichnete die Ausstellung als einen wichtigen Beitrag für Unterfranken zum Jubiläumsjahr der Bayerischen Verfassung. Er fand insbesondere den Ort wegen der Nähe zur Konstitutionssäule in Gaibach als gut gewählt. Ausschlaggebend für den Bau der Säule war die bayerische Verfassung von 1818. Die Idee zur Errichtung hatte Franz Graf Erwein von Schönborn, der als Fürst seine Rechte 1803 aufgeben musste und dennoch die Idee einer magna charta Bavariae befürwortete. Als Architekt wurde Leo von Klenze gefunden.

Die Ausstellung bis einschließlich 15. Juli zu sehen. Die Barockscheune in der Weinstraße 7 ist nur an den Wochenenden geöffnet. Informationen unter www.museum-barockscheune.de oder bei der Touristinformation: Tel. (0 93 81) 40 11 20.

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