Kitzingen

Bürgermeisterwahl: 62 Kandidaten für 31 Chefsessel im Landkreis

In einem Ort im Landkreis Kitzingen wächst der Gemeinderat, 15 Frauen schielen auf den Job als Bürgermeister und in 13 Gemeinden ist eines sicher: Es gibt einen Neuen.
Symbolfoto: Ein Hinweis auf die Kommunalwahl steht vor einem Rathaus.
Foto: Lino Mirgeler, dpa | Symbolfoto: Ein Hinweis auf die Kommunalwahl steht vor einem Rathaus.

Politiverdrossenheit? Kein ehrenamtliches Engagement mehr? Nicht im Landkreis Kitzingen. 62 Kandidaten bewerben sich bei der Kommunalwahl am 15. März in 31 Orten um die Stelle als Gemeindeoberhaupt. Den größten Ansturm auf den Chefsessel gibt es in Kitzingen und Volkach: Fünf Kandidaten wollen als Oberbürgermeister ins Kitzinger, fünf Kandidaten als Bürgermeister ins Volkacher Rathaus. Eines ist schon jetzt sicher: Beide Städte bekommen ein neues Oberhaupt, da die Amtsinhaber nicht mehr antreten. Auch in Castell, Dettelbach, Großlangheim, Iphofen, Marktbreit, Obernbreit, Segnitz, Seinsheim, Sommerach, Sulzfeld und Wiesenbronn wird es einen Wechsel geben.

15 Frauen stellen sich zur Wahl

Der Veteran im kommunalpolitischen Spitzenamt ist Karl-Dieter Fuchs – und das in zweierlei Hinsicht. Seit 1990 – so lange wie kein anderer – leitet er die Geschicke in Mainstockheim. Und mit 67 Jahren ist er der älteste aller Kandidaten. Mit Maurice Then, gerade mal 23 Jahre alt, hat Fuchs den jüngsten Anwärter als Gegenkandidaten. Danach kommt lange nichts. Der zweitjüngste Bewerber ist am Wahltag zehn Jahre älter: Marcel Hannweber in Dettelbach. Die zwei Youngster stechen altersmäßig aus der Riege der Kandidaten heraus, trotzdem ist der 60-plus-Bewerber eher selten: Der Altersschnitt der Kandidaten liegt bei 50,3 Jahren (Stichtag: 15. März 2020).

Damit ist das Durchschnittsalter im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 um ein Jahr gesunken. Gestiegen ist dagegen die Anzahl der Kandidaten (von 53 auf 62) und die Zahl der Frauen, die sich um den Chefsessel bewerben. 15 Politikerinnen (2014: neun) wollen Bürgermeisterin werden – darunter die Amtsinhaberinnen Gerlinde Stier aus Kleinlangheim und Ingrid Reifenscheid-Eckert aus Willanzheim. Wie Elisabeth Drescher, Sommerach, und Ruth Albrecht, Seinsheim, haben sie keinen Gegenkandidaten. Die Landkreispolitik wird also weiblicher.

Unübersichtlicher Wahlzettel für den Kreistag

Waren bei der vergangenen Wahl noch 412 Plätze in den 31 Gemeinde- und Stadträten zu besetzen, sind es dieses Jahr 416. Wiesenbronn ist auf über 1000 Einwohner gewachsen und damit gibt es statt acht nun zwölf Gemeinderäte. Posten in den Gemeinde- oder Stadträten scheinen im Allgemeinen begehrt zu sein, denn in Kitzingen gehen zehn Parteien und Gruppierungen an den Start, um das 30er-Gremium neu zu besetzen. Kandidaten aus neun Listen müssen die Wiesentheider auswählen, um die 16 Plätze wieder zu besetzen. Leichter haben es da die Wähler in Geiselwind: Für 14 Plätze gibt es 26 Bewerber von einer gemeinsamen Liste.

Deutlich unübersichtlicher wird der Wahlzettel für den Kreistag. Um die Gunst der Wähler buhlen zehn Gruppierungen und Parteien. 60 Plätze müssen unter den Kandidaten verteilt werden. Dagegen ist der Wahlzettel für den neuen Landrat überschaubar. Mit Amtsinhaberin Tamara Bischof und Herausforderer Timo Markert gibt es gerade mal zwei Kandidaten.

Klicken Sie auf die Punkte in unserer interaktiven Karte und lernen Sie die Bürgermeister-Kandidaten zur Kommunalwahl 2020 kennen.

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