Kitzingen

Corona im Kreis Kitzingen: Fast 140 Menschen akut erkrankt

Anfang der Woche verzeichnete das Landratsamt etliche neue Corona-Fälle. Auch aus zwei Schulen, einem Kindergarten und einem Seniorenheim werden neue Infektionen vermeldet.
Eine Schülerin einer ersten Grundschulklasse legt ihren Mundschutz neben ihre Schulmappe (Symbolbild).
Foto: Robert Michael, dpa | Eine Schülerin einer ersten Grundschulklasse legt ihren Mundschutz neben ihre Schulmappe (Symbolbild).

Am zurückliegenden Wochenende hat das Landratsamt Kitzingen für Samstag und Sonntag insgesamt 25 neue positive Corona-Fälle verzeichnet. Am Montag waren es bis 12 Uhr bereits 15 zusätzliche Fälle. Damit beläuft sich die Zahl derjenigen, die als akut erkrankt gelten (Index-Fälle) auf 138 Personen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisbehörde. Seit Beginn der Pandemie summiert sich die Gesamtzahl der bestätigte Corona-Fälle im Landkreis damit auf 590.

Zu Wochenbeginn lieferte das Landratsamt eine Übersicht über mehrere Einrichtungen im Landkreis, die neu von Corona betroffen sind:

  • Gymnasium Marktbreit: Ein Kind sowie ein Lehrer wurden positiv getestet. Ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen ist nicht herzustellen. Die Ergebnisse der Reihentestung vom 1. November stehen noch aus.
  • Landschulheim Gaibach: ein positiv getesteter Lehrer. Sein Kontakt zu Schulklassen fand nur mit Abstand statt sowie bei ausreichender Belüftung und mit Mund-Nasen-Bedeckung. Die Schüler wurden als Kontaktpersonen 2 eingestuft.
  • Kindergarten Iphofen, Waldgruppe: Eine Erzieherin wurde positiv getestet. Da sie an einem Tag auch über längere Zeit Kontakt mit Kindern im Innenraum hatte, sind die Kinder alle in Quarantäne. Eine Reihentestung ist für 4. November geplant.
  • Seniorenresidenz Wiesentheid: eine positiv getestete Reinigungskraft. Diese hatte keinen relevanten Kontakt zu Bewohnern. Die Ermittlungen laufen.

Zu den noch ausstehenden Ergebnissen von Reihentestungen, die bereits vergangene Woche für eine ganze Reihe von Betreuungseinrichtungen und Schulen angeordnet worden sind, teilt das Landratsamt mit, dass dem Gesundheitsamt bislang keine weiteren Ergebnisse vorlägen:

  • St. Martin-Schule Kitzingen/Lebenshilfe: ein positiv getesteter Schüler, eine Klasse seit 30. Oktober in Quarantäne. Reihentestung am 30. Oktober erfolgt: ein Ergebnis noch ausstehend. Ansonsten negativ.
  • Zwei Klassen der Grundschule Volkach: Ergebnisse der Reihentestung vom 28. Oktober noch ausstehend.
  • Hort in Volkach: Ergebnisse der Reihentestung vom 27. Oktober noch ausstehend.
  • Berufsschule Kitzingen: zwei Klassen in Quarantäne. Eine Klasse kam am 30. Oktober dazu. Die Fälle haben keinen Bezug zueinander.
  • Grundschule Kaltensondheim: ein Kind positiv; Ergebnisse der Reihentestung: alle negativ.
  • Grundschule Mainstockheim: ein Kind positiv. Ergebnisse der Reihentestung: alle negativ
  • Mittelschule Iphofen: Klassen A und M wurden am 30. Oktober erneut abgestrichen: Ergebnisse noch ausstehend.
  • Kindergarten Großlangheim: eine Erzieherin positiv. Ergebnisse der Reihentestung: alle negativ.
  • Kindergarten Schwarzach: eine Erzieherin positiv. Ergebnisse der Reihentestung: alle negativ.
  • Pflegeschule Klinik Kitzinger Land: ein positiv getesteter Schüler. Gesamte Klasse in Quarantäne. Alle Ergebnisse negativ.
  • St. Josefs-Stift (Einrichtung für behinderte Menschen, Kitzingen): 2. Testung am 30. Oktober: Ergebnisse noch ausstehend.

Auf eine Leseranfrage, weshalb der Reihentestungen in Volkach noch immer ausstehen, erläuterte Corinna Petzold-Mühl, Pressesprecherin des Landratsamtes, dass die Reihentestungen in der vergangenen Woche über die Praxis eines niedergelassenen Arztes erfolgt sind und das Gesundheitsamt ebenfalls auf die Testergebnisse wartet. Die Labore, die die Tests auswerten, seien derzeit flächendeckend sehr stark ausgelastet.

Weiter wurde von Leserseite bemängelt, dass es seitens des Gesundheitsamtes keine Informationen gab, wie sich Betroffene während der Quarantäne-Zeit verhalten sollten. Hierzu heißt es vom Landratsamt, dass üblicherweise über die betroffene Einrichtung oder die mit der Testung beauftragte Praxis ein umfassendes, vom Landratsamt vorbereitetes Infopaket an die Getesteten weitergegeben wird. Dies könnte im Corona-Stress der vergangenen Woche womöglich vergessen worden sein.

Da die Corona-Bürger-Hotline im Landratsamt aktuell bei der Vielzahl von Anrufen heiß läuft, rät das Landratsamt allen Anrufern, die lange in der Warteschleife festhängen, alternativ eine E-Mail mit den Fragen an gesundheitsamt@kitzingen.de zu schicken. Diese würde dann zeitnah beantwortet.

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