Obernbreit

Die goldene Turmkugel leuchtet wieder

Segensworte in luftiger Höhe: Das Bild zeigt (von links) die Handwerker Marco Büttner und André Hartmann, Architekt Friedrich Staib, Pfarrer Sebastian Roth, Bürgermeisterin Susanne Knof und den stellvertretenden Vertrauensmann des Kirchenvorstands Hans Wurl.
Foto: Gerhard Krämer | Segensworte in luftiger Höhe: Das Bild zeigt (von links) die Handwerker Marco Büttner und André Hartmann, Architekt Friedrich Staib, Pfarrer Sebastian Roth, Bürgermeisterin Susanne Knof und den stellvertretenden ...

Die Obernbreiter St. Burkard-Kirche hat wieder ihre goldene Kugel und eine Wetterfahne. Die Turmkugel wurde mit einer neuen Zeitkapsel bestückt. Mit einer kleinen Andacht feierte Pfarrer Sebastian Roth im kleinen Kreis in luftiger Höhe die Bekrönung der Kirche.

Normalerweise wäre bei einem solchen Ereignis die ganze Gemeinde dabei. Corona lässt dies aber derzeit nicht zu. Doch wer von der Gerüstplattform hoch oben an der Turmspitze seine Augen über Obernbreit schweifen ließ, der entdeckte in den Höfen des Ortes oder auf Terrassen etliche Obernreiter, die die Zeremonie von unten begleiteten. Aus der Ferne spielte zum Abschluss der Zeremonie ein Bürger dann auf seiner Trompete "Nun danket allen Gott", ein Lied, das normalerweise bei der Bekrönung auch gesungen worden wäre.

Zeitkapsel befüllt

Pfarrer Sebastian Roth, Bürgermeisterin Susanne Knof, der stellvertretende Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Hans Wurl, und Architekt Friedrich Staib aus Sommerhausen waren die vielen Leiterstufen des Gerüsts emporgestiegen, um Andacht zu halten. "Wir sind zusammengekommen, um unsere Kirche zu bekrönen", leitete Pfarrer Roth die Feier ein. Viele Arbeiten seien bereits gelungen, vieles stehe noch aus. "Wir sind zusammengekommen, um die Gemeinschaft zu unterstreichen, in der wir in unserer Gemeinde zusammenleben," sagte Bürgermeisterin Susanne Knof. Friedrich Staib wünschte Gottes Segen für das Werk und seinen Schutz für die kommenden Arbeiten. Als Gemeinde wolle man diesen Abschnitt der Geschichte feiern und Leitung in Gottes Wort finden, ergänzte Hans Wurl.

Zum guten Schluss erhielt der Turm noch seine Wetterfahne, die nun auf das Jahr 1732, die Fertigstellung der Kirche, hinweist.
Foto: Gerhard Krämer | Zum guten Schluss erhielt der Turm noch seine Wetterfahne, die nun auf das Jahr 1732, die Fertigstellung der Kirche, hinweist.

Nach den Fürbitten und einer Lesung legten alle die Hand auf die Turmkugel. Pfarrer Roth sprach den Segen, den er von hoch oben in alle Richtungen über die Gemeinde sandte.

Architekt Staib hatte die Zeitkapsel, die aktuelle Münzen und Schriftstücke und einige Dinge der Kapsel von der Kirchenrenovierung des Jahres 1972 enthält, in die Turmkugel gelegt. Marco Büttner und André Hartmann von der Firma Thilo Hammer befestigten diese dann auf der Spitze. Dann brachten sie auch noch die neue Wetterfahne an, die nun die Jahreszahl 1732 trägt. Das ist das Jahr, in dem Baumeister Johann David Steingruber aus der Markgrafschaft Ansbach die Kirche fertiggestellt hatte.

Fäulnis im Dachstuhl

Unter dem Motto "Unsere Kirche soll wieder sicher werden" hatte, wie berichtet, die Kirchenrenovierung begonnen. Ursache für die statischen Probleme der Kirche sind laut Staib fehlende Zugverbindungen zwischen den Außenwänden des Kirchenschiffes, die die auftretenden Kräfte vom Dachstuhl auffangen. Des Weiteren hatte man bei Untersuchungen festgestellt, dass der Dachstuhl von Fäulnis befallen ist. Er musste teilweise ausgetauscht werden, bevor das notwendige Stahlgerüst in den Dachstuhl eingebracht werden konnte, welches die Kräfte senkrecht auf die Seitenwände ableitet. Auch neue Dachziegel sind notwendig.

Rund 1,3 Millionen Euro kostet die Sanierung. Von der Landeskirche und der politischen Gemeinde gibt es Zuschüsse. "Wir benötigen noch Spenden", bittet Pfarrer Roth. Der Eigenanteil der Kirchengemeinde beträgt nach seinen Worten rund 160 000 Euro. Rund 60 000 Euro sind bereits an Spenden eingegangen.

Da die Gemeinde der Zeremonie nicht beiwohnen konnte, gibt es wieder ein Video auf Youtube. Zu diesem gelangt man unter dem Link https://youtu.be/7rjodHvmzlY oder über die Homepage der Kirchengemeinde unter www.kirche-obernbreit.de

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