LANDKREIS KITZINGEN

Ein Gewinn für den Umweltschutz

Beispielgebende Naturschützer: Manfred Engelhardt (links) und Christian Söder (rechts) wurden von Landrätin Tamara Bischof mit dem Umweltpreis des Landkreises Kitzingen ausgezeichnet.
Foto: WEISKOPF | Beispielgebende Naturschützer: Manfred Engelhardt (links) und Christian Söder (rechts) wurden von Landrätin Tamara Bischof mit dem Umweltpreis des Landkreises Kitzingen ausgezeichnet.

Manfred Engelhardt (Dettelbach) und Christian Söder (Hoheim) sind die Träger des Umweltpreises 2014 des Landkreises Kitzingen. Bei einer Feier würdigte Landrätin Tamara Bischof die Preisträger, die sich auf unterschiedliche Art und Weise für den Umwelt- und Naturschutz engagieren. Der Preis wird auf Beschluss des Kreis-Ausschusses für Umwelt, Verkehr und ÖPNV verliehen und ist mit je 250 Euro dotiert.

Manfred Engelhardt leitet seit fast 25 Jahren als Vorsitzender die Kreisgruppe Kitzingen des Bundes Naturschutz (BN). In dieser Zeit habe er sich im besonderen Maße für die Belange des Naturschutzes eingesetzt, sagte die Landrätin. Als Beispiele nannte sie seinen Einsatz für „das bessere Müllkonzept“ durch Recycling und Konzepte zur Abfallvermeidung oder sein Engagement bei Aufklärungsveranstaltungen und Demonstrationen für einen gentechnikfreien Landkreis. Seither findet jährlich ein gentechnikfreier Markt in Kitzingen statt.

Die Landrätin ging auch auf das Engagement Manfred Engelhardts und des BN bei der kleinen Gartenschau ein. Daneben sichere der BN bedrohten Tier- und Pflanzenarten Lebensräume durch Ankauf, Betreuung und Pflege von Grundstücken. Ein besonderes Anliegen des Preisträgers sei das naturpädagogische Weiterbildungsangebot für Groß und Klein auf Kreisebene, so die Landrätin. Engelhardt sei zudem seit einiger Zeit im Beirat des Landesverbandes des Bund Naturschutz tätig und zum zweiten Mal zu dessen Sprecher gewählt worden.

Auf Böden und in Kellern

Christian Söder, so Bischof, habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Lebensraum von Fledermäusen zu schützen und eine breite Öffentlichkeit über ihre Lebensweise zu informieren. Dafür sei er auf staubigen Dachböden, in feuchten Kellern oder im Wald unterwegs. Als Fledermausbeauftragter der unteren Naturschutzbehörde stehe Söder Hauseigentümern, die Fledermäusen Quartiere geben, mit Rat und Tat zur Seite. Er unterstütze auch die Mitarbeiter des Landratsamtes bei der Kontrolle der Sommer- und Winterquartiere von Fledermäusen.

Einer breiten Öffentlichkeit sei Söder 2014 bekanntgeworden, als er eine sehr erfolgreiche Ausstellung mit dem Thema „Fledermäuse in Kitzingen“ in der Rathaushalle Kitzingen organisierte. Seit einiger Zeit arbeitet er an einem Konzept für das Flatterhaus Hellmitzheim, mit einer interaktiven Dauerausstellung zum Thema Fledermaus. Um diesen Auftrag zu erfüllen, habe er mit der Firma Knauf, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe und dem Landesbund für Vogelschutz Unterfranken eine Vereinbarung getroffen, die 3. und 4. Klassen einen Erlebnisaufenthalt im Flatterhaus ermöglicht. Der Transfer, sowie die Begleitung durch eine Fachkraft seien für mindestens zehn Jahre gesichert.

Für den Kreistag gratulierte Umweltreferent Josef Wächter den Preisträgern. Engelhardt beklagte, auch im Namen von Söder, dass es den Umwelt- und Naturschützern an aktiven Mitgliedern fehle.

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