Prichsenstadt

Erinnerungsveranstaltung fand "im engen Kreis" statt

An der Gedenktafel für die ehemaligen jüdischen Mitbürger in der Bahnhofstraße in Prichsenstadt: (von links) Alexandra Martin (dritte Bürgermeisterin), Wolf-Dieter Gutsch (Sprecher des Arbeitskreises Stolpersteine), Bürgermeister René Schlehr, Pfarrer Martin Voß und Ursula Reisinger (zweite Vorsitzende des Vereins Alt Prichsenstadt).
Foto: Ingrid Mehlert | An der Gedenktafel für die ehemaligen jüdischen Mitbürger in der Bahnhofstraße in Prichsenstadt: (von links) Alexandra Martin (dritte Bürgermeisterin), Wolf-Dieter Gutsch (Sprecher des Arbeitskreises Stolpersteine), ...

An der Gedenktafel für die ehemaligen jüdischen Mitbürger in der Bahnhofstraße in Prichsenstadt fand anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am Mittwoch eine Erinnerungsveranstaltung statt. Bedingt durch die Corona-Beschränkungen fand diese allerdings "im engen Kreis" statt. Organisiert worden war sie von der Stadt Prichsenstadt und dem Arbeitskreis “Stolpersteine – Erinnern und Gedenken” im Verein Alt Prichsenstadt.

Bei der Veranstaltung ging Prichsenstadts Bürgermeister René Schlehr auf die Bedeutung des Gedenktages ein, "insbesondere hinsichtlich der damit verbundenen Mahnung an die junge Generation zu Wachsamkeit und entschiedenem Kampf gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassenhass", heißt es in einer Pressemitteilung. Schlehr stellte zudem im Namen der Stadt Prichsenstadt zum Gedenken an die Opfer eine Blumenschale ab.

Insgesamt 17 Opfer aus Prichsenstadt

Bevor dann Ursula Reisinger, die zweite Vorsitzende des Vereins Alt Prichsenstadt für den Verein ein Blumengebinde niederlegte und eine Kerze zum Andenken an die während der Jahre von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern ermordeten Menschen entzündete, wurden die Namen der insgesamt 17 Opfer aus Prichsenstadt verlesen.  16 von ihnen waren jüdischen Glaubens – das älteste 77 Jahre alt, das jüngste 14. Hinzu kommt ein nicht-jüdisches Opfer: die 48-jährige Anna Dorothea Maurer wurde im Jahre 1940 aufgrund einer psychischen Krankheit im Rahmen der sogenannten “Euthanasie” ermordet.

Die kurze Gedenkfeier schloss mit einem Gebet von Pfarrer Martin Voß, einer Schweigeminute und einem gemeinsamen Vaterunser für alle Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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