Castell

Gemeinderat will Thema Fotovoltaik sorgsam prüfen

Im Casteller Gemeinderat führte  Benjamin Geßlein von der ÜZ Lülsfeld engagiert und nachvollziehbar zum Thema Fotovoltaikanlagen auf freier Fläche aus.
Foto: Andreas Stöckinger | Im Casteller Gemeinderat führte Benjamin Geßlein von der ÜZ Lülsfeld engagiert und nachvollziehbar zum Thema Fotovoltaikanlagen auf freier Fläche aus.

Das Thema Fotovoltaikanlagen auf grüner Wiese beschäftigt weiterhin den Casteller Gemeinderat. Im Gremium hatten mehrere Investoren zuletzt kleinere und größere Anlagen vorgestellt, für die bisherigen Projekte würden insgesamt rund 55 Hektar an Fläche anfallen.

Die Gemeinde um Bürgermeister Christian Hähnlein hat bislang keine Entscheidung dazu getroffen und wägt sorgfältig ab, ob und in welcher Größe sie Anlagen auf ihrem Gebiet will. „Eine Frist gibt es nicht. Wir wollen nichts übers Knie brechen, da kriegen wir sonst Probleme mit den Bürgern.“

Als nächstes wollen die Casteller Räte für sich einen Kriterienkatalog für die Freiflächenanlagen erstellen. Um das weiter zu präzisieren, hatte Bürgermeister Hähnlein diesmal zur Sitzung mit Benjamin Geßlein von der Überlandzentrale (ÜZ) Lülsfeld eingeladen. Der Fachmann für erneuerbare Energien sollte das Für und Wider von Fotovoltaik in Castell einmal aus Sicht eines Netzbetreibers darstellen.

Castell ist für die Planer interessant

Geßlein nannte die Anzahl und Größe der Anfragen für Castell „beeindruckend.“ Als Geograf könne er erst recht verstehen, dass sich die Gemeinde wegen ihrer exponierten Lage so genaue Gedanken über mögliche Standorte mache. „Sie sind auf gutem Weg, versperren sie sich nicht“, sagte Geßlein. Er riet dazu, die Kriterien für das Zulassen der Anlagen genau festzulegen.

Der Fachmann führte aus, warum gerade Castell so attraktiv für die Planer sei und erläuterte vieles, von der rechtlichen Seite, über die Vermarktung, bis hin zur Technik. Generell stehe und falle eine Fotovoltaikanlage für den Planer mit der Länge der Kabeltrasse bis zum Einspeisepunkt.

Tempo-30-Schild wird versetzt

Ratsmitglied Manuel Kaul hatte errechnet, dass bei der Größe der vorgestellten Anlagen Castell bis zu 70 Megawatt peak erzeugt würden. Wer garantiere, ob es möglich sei, diese von dort ins Stromnetz einzuspeisen, fragte er. Das sei einer der Punkte, so Geßlein. Er tendierte eher zu kleineren Anlagen, ließ sich heraus hören. Bürgermeister Hähnlen bedankte sich später für die Beratung. Wie und für wen man sich entscheide, sei offen. „Es muss zusammen passen, ein Schnellschuss bringt nichts“, fasste es Hähnlein aus seiner Sicht zusammen.

In der Sitzung wurde ein neuerlicher Antrag auf Tempo 30 im Siedlungsgebiet Schupfäcker behandelt. Das bestehe dort bereits, zudem sie es kaum möglich, dort schneller zu fahren. Das Gremium einigte sich darauf, ein vorhandenes Schild an der Einfahrt vom Klingenweg her etwas zu versetzen. Außerdem will die Kommune an der Einfahrt vom Anwesen Gernert her ein weiteres Schild anbringen.

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