Kitzingen

Hilfe für Vögel: Warum Brot im Vogelhäuschen nichts zu suchen hat

Worauf ist bei den Vogelhäuschen im Winter zu achten? Worauf kommt es beim Futter an? Hier kommen Tipps vom Fachmann.
Wie lässt sich den Vögeln im Winter am besten helfen? Der Fachmann gibt Tipps.
Foto: Christoph Soeder, dpa | Wie lässt sich den Vögeln im Winter am besten helfen? Der Fachmann gibt Tipps.

Im Winter ist die Vogelwelt ganz besonders auf Hilfe angewiesen. Worauf kommt es an? Fragen an Klaus Sanzenbacher, den Vorsitzenden der Kreisgruppe Kitzingen des Landesbundes für Vogelschutz (LBV).

Klaus Sanzenbacher
Foto: Foto Koch | Klaus Sanzenbacher
Frage: Wie sieht Ihr Vogelhäuschen aus - und was füttern Sie?

Klaus Sanzenbacher: Ich verwende zur Fütterung Futtersäulen für Sonnenblumenkerne und Erdnussbruch. Daneben füttere ich noch für die Weichfresser, wie z.B. Amseln und Stare, Fettfutter und Meisenknödel. Gut angenommen werden auch alte Äpfel, die wir an einer Schnur wie eine Perlenkette auffädeln und in die Büsche hängen.

Wer kommt alles zu Besuch?

Sanzenbacher: Bisher waren Blau- und Kohlmeisen, Amseln, Kleiber, Spatzen, Ringel- und Türkentauben sowie Rotkehlchen und Buntspechte zu Gast. Mit Beginn des Schneefalls sind jetzt sind auch zusätzliche Arten des Waldes gekommen: Buchfinken, Grünfinken, Schwanzmeisen, Erlenzeisig. Hin und wieder ist auch ein Kernbeißer sehen.

Worauf ist bei der Futterstelle zu achten?

Sanzenbacher: Die Futterstelle muss so gebaut sein, dass das Futter nicht nass wird. Außerdem darf kein Kot ins Futter gelangen. Besonders hygienisch sind Futtersäulen. Sollten Futterhäuser verwendet werden, sind diese regelmäßig zu reinigen. Das Futterhaus sollte frei aufgestellt werden, damit die Vögel eine heranschleichende Katze rechtzeitig bemerken.

Und worauf kommt es beim Futter an?

Sanzenbacher: Beim Vogelfutterkauf sollte darauf geachtet werden, dass dieses kein Getreide enthält, da Vögel dieses verschmähen, es dafür aber Mäuse und Ratten gerne fressen. Generell sollte Vogelfutter sicher und in geschlossenen Behältnissen gelagert werden. Brot ist kein geeignetes Futter, denn es enthält für Vögel zu viel Salz und quillt im Magen auf.

Wie ist das mit Trinkstellen im Winter?

Sanzenbacher: Wenn möglich, sollte auch Trinkwasser angeboten werden.

Wie kann man den Vögeln ansonsten noch helfen?

Sanzenbacher: Nistkästen sollten Sie über den Winter hängen lassen, da viele Vögel diese im Winter auch als Schlafplatz nutzen. Vergessen Sie aber nicht, die Kästen im Spätherbst zu reinigen.

Sonstige Tipps für den Winter?

Sanzenbacher: Sie können den Vögeln auch im Winter mit einem naturnah angelegten Garten mit heimischen Stauden und „unaufgeräumten“ Ecken wie Holz- und Laubhaufen helfen. Durch die Pflanzung von einheimischen Gehölzen, am besten beerentragenden Sträuchern, wie Wildrosen, Hartriegel, Schlehe und Weißdorn, haben die Vögel bis in den Winter hinein natürliche Nahrung und bessere Versteckmöglichkeiten. 

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Kitzingen und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Kitzingen
Frank Weichhan
Brot
Buchfinken
Getreide
Kohlmeisen
Stauden
Sträucher
Vogelfutter
Vogelschutz
Vogelwelt
Vögel
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!