Volkach

Ingrid Dusolt nimmt den Kampf gegen die Saatkrähen auf

Die Vögel sind laut, machen eine Menge Dreck – und sind geschützt. Auch in Volkach fühlen sich die Krähen mittlerweile wohl. Doch Stadträtin Ingrid Dusolt hat einen Plan.
Vor allem der Dreck, den die Saatkrähen machen, ist gerade in Städten immer wieder ein Ärgernis. Auch in Volkach in der Allee entlang des Stadtgrabens von der Alten Post bis zum Weinfestplatz fühlen sich die Vögel sichtlich wohl. Betroffen davon ist auch der Spiel- und Sportplatz des Klosters und Hortes St. Maria.
Foto: Ingrid Dusolt | Vor allem der Dreck, den die Saatkrähen machen, ist gerade in Städten immer wieder ein Ärgernis. Auch in Volkach in der Allee entlang des Stadtgrabens von der Alten Post bis zum Weinfestplatz fühlen sich die Vögel ...

Die Kitzinger kennen das Problem nur zu gut: Ganze Kolonien von Saatkrähen haben sich in den Baumkronen niedergelassen, machen Lärm und reichlich Dreck.  Auch in Volkach fühlen sich die Tiere seit drei Jahren wohl, vor allem in Volkach in der Allee entlang des Stadtgrabens von der Alten Post bis zum Weinfestplatz haben sich die Vögel in den Baumkronen Nester gebaut.

Dieses Thema sprach Stadträtin Barbara Nikola-Bier (SPD) am Montagabend bei der Stadtratssitzung im Rathaus an. Ob man da nicht was dagegen unternehmen könnte? Klare Antwort des Bürgermeisters Peter Kornell (Freie Wähler): "Wir haben unser Pulver verschossen als Gemeinde, wir haben es klar untersagt bekommen, etwas zu unternehmen." Bei der Regierung von Unterfranken hatte die Stadt beantragt, die hartnäckigen Saatkrähen bekämpfen zu dürfen, doch da sie auf der Roten Liste der bedrohten Tiere in Bayern stehen, wurde das nicht erlaubt.

Ausmaß in Volkach hat sich deutlich verschlimmert

Doch damit gibt sich Stadträtin Ingrid Dusolt (fraktionslos) nicht zufrieden. Wie sie in der Stadtratssitzung sagte, sehe Sie eine neue Ausgangsposition, da es "um Leib und Leben der Kinder" gehe. Betroffen von dem Dreck der Krähen sei nämlich auch der Spielplatz des Hortes im Kloster St. Maria. Darum habe sie sich an die Regierung von Unterfranken gewandt und um einen erneuten Ortstermin gebeten. Vor rund zwei Jahren seien deren Experten schon einmal vor Ort gewesen, doch damals sei das Ausmaß der Krähenplage noch lang nicht so schlimm gewesen, argumentiert Dusolt. Gerade die starke Verkotung auf dem Spielplatz von St. Maria stelle eine veränderte Situation dar. 

Dieser Umstand könnte eine Chance sein, denn es müssen überwiegend Gründe des öffentlichen Interesses sein, damit die geschützte Krähen ausnahmsweise angegangen werden dürfen. Sind beispielsweise Kindergärten, Pausenhöfen oder Arztpraxen betroffen, könnte ein Gesundheitsrisiko vorliegen. Laut Ingrid Dusolt ist die Situation schon jetzt für alle Anlieger sehr belastend.

Kontakt zu Falknerei aufgenommen

Über das Engagement Dusolts freute sich auch der Bürgermeister, der sie kurzerhand zur Saatkrähen-Beauftragten der Stadt machte: "Lösen Sie das Problem, Frau Dusolt. Dann sind wir alle glücklich." Das lässt die Stadträtin nicht zweimal sagen. Sie habe bereits Kontakt zu einer Falknerei aufgenommen, erklärte sie am Mittwoch auf Nachfrage, um Möglichkeiten der Vertreibung zu kennen. Nun werde sie wieder bei der Regierung von Unterfranken nachhaken, damit sich was bewegt im Kampf gegen die Saatkrähen in Volkach.

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