Wiesentheid

Kirchweih zieht in den Ortskern

In diesem Jahr soll die Musik bei der Wiesentheider Kirchweih im Altort spielen. Die Gemeinde hat den Rahmen für das Fest Ende September besprochen.
Foto: Andreas Stöckinger | In diesem Jahr soll die Musik bei der Wiesentheider Kirchweih im Altort spielen. Die Gemeinde hat den Rahmen für das Fest Ende September besprochen.

In einer komplett anderen Form als in den Vorjahren wird die Wiesentheider Kirchweih in diesem Jahr stattfinden. Der Kulturausschuss des Gemeinderats legte in seiner zweiten Beratung dazu die Eckpunkte fest, wie das Wochenende vom 25. bis 29. September aussehen soll. Diese sehen vor, dass sich nahezu das gesamte Geschehen im Ortskern abspielen wird. Der sonstige Höhepunkt mit dem Aufzug der Bürgerwehr am Dienstag entfällt. Die Räte um den Vorsitzenden des Ausschusses, Wolfgang Stöcker, einigten sich darauf, dass die Gemeinde das Rahmenprogramm erstellt, das Ganze koordiniert und unterstützt.

Zunächst ging es um den traditionellsten Teil, den Dienstag. Dabei hatte die Gemeinde nach einer ersten Beratung den Bürgeroffizieren die Entscheidung überlassen, ob sie den Aufzug der Bürgerwehr mitsamt dem Schießen in irgendeiner Form veranstalten würden. Deren Hauptmann Karl Gropp trug das Ergebnis einer Besprechung der Offiziere vor. Wegen der Corona-Pandemie und der geltenden Auflagen sehe man sich schweren Herzens gezwungen, das Spektakel abzusagen. "Die Verantwortung ist nicht tragbar, sollte sich jemand infizieren und wir zu einem Brennpunkt werden", fasste Gropp es zusammen.

Im Einzelnen zählte er auf, dass etwa die Mindestabstände beim Aufzug mit rund 300 Personen schwierig einzuhalten seien, das anschließende Schießen wäre kaum machbar. Dabei müssten die Gewehre nach jedem Schützen mit einem speziellen Mittel desinfiziert werden, die Schützen dürften sich beim Betreten und Verlassen des Schießstands nicht begegnen. Die Aufsicht im kleinen Stand sei unter den Umständen nicht zu leisten, so der Hauptmann. Er gab zu bedenken, dass über die Hälfte der rund 20 Offiziere bereits älter als 60 Jahre seien und so zur Risikogruppe zählten.

In der Sitzung wurden außerdem Vorschläge besprochen, wie das Kirchweihfest ablaufen könne.  Es wird eine Rückkehr zu einer "Altort-Kirchweih", wie es Ausschussmitglied Michael Rückel nannte. Wenn es möglich ist, soll der Ortskern über das Wochenende teilweise für den Durchfahrtsverkehr gesperrt werden. Zuletzt war seit mehr als 40 Jahren die Steigerwaldhalle der Mittelpunkt. Das Geschehen soll sich hauptsächlich im Bereich Erweinstraße, Marienplatz, Säulesmarkt sowie rund um die Kirche abspielen, hieß es.

Ein Schausteller würde ein Karussell sowie kleinere Stände aufbauen. Ob und wie es möglich sei, ein Zelt mit Bewirtung im Bereich hinter dem Rathaus aufzustellen, werde die Gemeinde um Tourismus-Referentin Laura Kreßmann mit dem Festwirt besprechen.

Im Vorfeld hatten sich private Veranstalter und Gastwirte mit Ideen gemeldet. Die Gemeinde wolle diese Initiativen auch finanziell unterstützen, hieß es. So ist für Freitag, 25. September, die Eröffnung des Schafhofs vorgesehen. Am Samstagabend soll unter anderem ein Konzert im Kuhstall von Andreas Liebald über die Bühne gehen. Man wolle den Gastwirten möglichst viel Freiraum bieten für Veranstaltungen, so der Ausschuss.

Außerdem ist für den Samstag ein ökumenischer Gottesdienst im Freien vor der Mauritiuskirche angedacht. Im Anschluss soll der Kirchweihbaum aufgestellt werden, schlugen die Ausschussmitglieder vor. Dazu könnte es auch eine Bewirtung geben. Samstag und Sonntag sind neben Führungen in der Kirche und im Ort weitere Programmpunkte, etwa für Kinder, angedacht.

Für den Montag und den Dienstag wolle man die Gastwirte auch tagsüber zum Öffnen animieren. Genaueres wird die Gemeinde nun mit den Wirten und Veranstaltern besprechen.

Eine andere Form bekommt in diesem Jahr auch der Kirchweihlauf. Anstatt der Strecke durch den Ort wird es diesmal ein virtueller Lauf sein, wie es Organisator Matthias Mann erläuterte. Im Zeitraum von 18. bis 29. September könnte jeder Teilnehmer irgendwo fünf Kilometer laufen, diese Strecke mit einer Uhr abmessen und die Zeit dann melden.

Trotz Corona und damit verbundener Einschränkungen im Programm: Der Baum zur Wiesentheider Kirchweih soll, wie in den Vorjahren, an der Mauritiuskirche aufgestellt werden.
Foto: Andreas Stöckinger | Trotz Corona und damit verbundener Einschränkungen im Programm: Der Baum zur Wiesentheider Kirchweih soll, wie in den Vorjahren, an der Mauritiuskirche aufgestellt werden.
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