Kitzingen

Kitzinger Schulen soll fit werden für digitalen Unterricht

Die digitale Infrastruktur an den fünf Kitzinger Schulen ist laut Stadtverwaltung ganz gut. Aber bei den Endgeräten hinkt Kitzingen hinterher. Das soll sich nun ändern.
Die Schulen in Kitzingen sollen digitaler werden. Dazu helfen Fördermittel des Bundes im 'Digitalpakt Schule'. Das Foto ist ein Symbolbild.
Foto: Marijan Murat, dpa | Die Schulen in Kitzingen sollen digitaler werden. Dazu helfen Fördermittel des Bundes im "Digitalpakt Schule". Das Foto ist ein Symbolbild.

Die digitale Ausstattung der städtischen Schulen in Kitzingen erhält einen Schub. Mit Hilfe des "Digitalpakts Schule" des Bundes kann die Stadt in den Jahren 2021/2022 rund 650 000 Euro in ihre fünf Standorte investieren. 90 Prozent des Geldes stammen vom Bund, wie Wolfgang Zürrlein, EDV-Beauftragter der Stadtverwaltung, dem Stadtrat jüngst berichtete. Letztlich muss die Stadt nur einen Eigenanteil von knapp 60 000 Euro tragen.

Zürrlein räumte ein, dass Corona die Umsetzung verzögert habe; ursprünglich hatte man schon 2020 damit beginnen wollen. Er gab auch einen Überblick über den Ausbaustand: Die Anbindung der fünf Schulen und des Rathauses an leistungsfähige Internet-Glasfasernetze läuft. Ebenso die digitale Ausstattung der Klassenzimmer. 

Fördertopf Digitalpakt und Sonderbudgets

Zu den genannten 650 000 Euro kommen jetzt noch Sonderbudgets für Endgeräte für Schüler und für Dienstgeräte für die Lehrer. Das Ziel formulierte Zürrlein so: mediengerechte Klassenzimmer in allen Schulen und in allen Zimmern bis Ende 2022.

Andreas Moser (CSU) wollte wissen, ob die städtischen Schulen tatsächlich "keinen vernünftigen digitalen Unterricht" anbieten könnten; so hatte er das gehört. Zürrlein entgegnete, dass die Stadt seit Jahren in die technische Infrastruktur der Gebäude investiere. Grundsätzlich, so Zürrlein, sei digitaler Unterricht auch jetzt schon möglich. Aber er räumte ein: "Bei den Endgeräten hängen wir hinterher." Mit Hilfe der staatlichen Förderung wolle man jetzt in diesem Punkt Druck machen. Der Haken: Coronabedingt seien Geräte gerade knapp. Für eine Bestellung vom vergangenen August habe er eine Lieferzusage für März. 

Flächendeckendes W-Lan fehlt Zürrlein zufolge noch in der Paul-Eber-Schule (Wirtschaftsschule) und im Rathaus. Beide Gebäude werden nun nachgerüstet. Zürrlein machte deutlich, dass man beim Einbau der Glasfasertechnik vom Anbieter Telekom abhängig sei. Der hat mitgeteilt, dass ein Auftrag etwa 60 Wochen bis zur Umsetzung dauere.

Trotz der willkommenen staatlichen Fördermittel übte Zürrlein in einem Punkt Kritik: Wenn die umfangreiche Digitalausstattung erst einmal vorhanden sei, brauche es für die Technik und die Vielzahl von Geräten auch Systembetreuer. Dies sei Aufgabe des Schulträgers, sprich der Stadt, so ist die Haltung des Bundes. OB Stefan Güntner (CSU) ergänzte, dass der Städtetag in dieser Sache eine Veränderung erwirken will.

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