Schwarzach

Masken tragen in Eigenverantwortung

In den künftigen Sitzungen des Schwarzacher Marktgemeinderats darf jedes Ratsmitglied selbst entscheiden, ob es seine Mund- und Nasenschutzmaske an seinem Sitzplatz für die gesamte Dauer der Sitzung trägt oder nicht. Zu Beginn der Ratssitzung am Dienstag stieß Bürgermeister Volker Schmitt eine Diskussion hinsichtlich der Corona-Hygieneschutzmaßnahmen an.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hatte sich mit neuen Richtlinien an die Gemeinden gewandt, um das Infektionsrisiko in Sitzungen kommunaler Gremien zu verringern. "Das sollte man jedem Einzelnen selbst überlassen", argumentierte Johanna Sendner. Damit waren alle Ratsmitglieder einverstanden.

Einstimmig abgelehnt hat der Gemeinderat eine Anfrage auf Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage in der Gemarkung Gerlachshausen durch die Firma Suntec Energiesysteme aus Wolkshausen. Die Anlage war geplant auf einer Ackerfläche von acht Hektar und mit einer Leistung von zehn kWp. Wie Bürgermeister Schmitt mitteilte, würde der Abstand zum neuen Wohngebiet "Etterswasen II" in Gerlachshausen lediglich 250 Meter betragen (Luftlinie).

Im Rat war man sich einig, dass sich eine Photovoltaikanlage dieser Größenordnung an diesem Standort negativ auf das Orts- und Landschaftsbild von Gerlachshausen auswirken würde. "Das darf nicht zerstört werden", so das Gemeindeoberhaupt. Bereits früher hatte der Gemeinderat einen ähnlichen Antrag eines anderen Investors in diesem Bereich abgelehnt. Thomas Grimmer schlug vor, an anderer Stelle in den Ortsteilen nach möglichen Standorten für Freiflächenanlagen Ausschau zu halten.

Bei der laufenden Generalsanierung Grundschule vergab das Gremium einhellig einen Auftrag. Die Dachabdichtungsarbeiten erledigt die Firma Fischer Flachdach GmbH aus Weißenberg zum Preis von 316 000 Euro. Die Kostenschätzung lag um 60 000 Euro höher. Der Auftrag für die Erneuerung des Durchlasses in der Industriestraße in Stadtschwarzach ging an die Firma Strabag aus Schwarzach zum Preis von 59 800 Euro.

Vier Bauanträge nahmen die "Hürde" Gemeinderat. Genehmigt wurde der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Schwarzenau, der Neubau einer Terrassenüberdachung in Hörblach, die Errichtung eines Carports in Düllstadt. Ein Bauherr darf in Schwarzenau seine Terrasse überdachen und eines Balkons installieren.

Mehr Lkw befürchtet

Ratsmitglied Thomas Grimmer teilte mit, dass sich in Hörblach die Stimmung gegen die geplante Brechanlage in Autobahnnähe Richtung Großlangheim zunehmend verschlechtere. Die Bürger befürchten starken Lkw-Verkehr, was besonders schlimm erachtet wird, wenn in ein paar Jahren die Firma LZR in dem Bereich mit dem Sandabbau fertig ist. Die Firma Strabag AG will auf einer Fläche westlich von Hörblach unmittelbar an der Kreisstraße Hörblach-Großlangheim ein Zwischenlager und einen Brechplatz errichten. LZR hat dort bereits einen Brechplatz.

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