Stadtschwarzach

Neuer Stadtpark: Geselliger Ruhepol im Alltagstrubel

Eldorado für Kinder: der neue Spielplatz im Stadtpark in Stadtschwarzach.
Foto: PETER PFANNES | Eldorado für Kinder: der neue Spielplatz im Stadtpark in Stadtschwarzach.

Mit Kind und Kegel feierte Stadtschwarzach am Sonntag die Einweihung des Stadtparks. Etwa 400 Menschen kamen bei sommerlichen Temperaturen auf das schmucke Freizeitgelände. Als harmonischen Ort der Begegnung bezeichnete Abt Michael Reepen den Stadtpark und besprühte ihn gemeinsam mit Pfarrer Matthäus Sandrock mit Weihwasser.

Blickfänge des 770 000 Euro teuren Projekts, das mit 450 000 Euro staatlich gefördert wurde, sind die Bocciabahn, der Spielplatz und der Multifunktionsplatz. Bürgermeister Volker Schmitt würdige die Vorarbeit seines Vorgängers Lothar Nagel und des damaligen Gemeinderats. In ihrer Amtszeit war der Stadtpark auf der einstigen Staatsstraße nach Schwarzenau ins Leben gerufen worden.

Paradies für Kinder

Mit der umfassenden Dorferneuerung und unter Mitwirkung des Arbeitskreises wurde das Projekt verwirklicht. „Es ist eine große Aufwertung des Ortsbildes von Stadtschwarzach und dient gleichzeitig als Treffpunkt für Jung und Alt“, so das Gemeindeoberhaupt.

Die Planung und die Bauausführung sei nur mit staatlicher Hilfe möglich gewesen, dankte Volker Schmitt dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) in Würzburg. Stadtschwarzach sei durch die Dorferneuerungsmaßnahmen attraktiver und lebenswerter geworden. Schmitt lobte auch die „Ideengeber“ des Arbeitskreises und des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft: „Sie haben wegweisende Ideen entwickelt. Ohne Ihre Mithilfe wäre dieser Platz nicht zustande gekommen.“ Sogar für das Vorkommen der Zauneidechse, das die Realisierung des Stadtparks kurzzeitig in Frage stellte, konnte ein Ausgleichsraum geschaffen werden. Der neue Stadtpark sei ein Ruhepol im Alltagstrubel, der zum Verweilen und Ausruhen einlädt und auch Kindern Raum zum Spielen gibt. Schmitt sieht den Stadtpark als gute Möglichkeit, der Verödung der Innenzentren entgegenzuwirken.

Intaktes Wohnumfeld

Ziel der Dorferneuerung sei es, dass sich die Menschen in den Dörfern wohlfühlen und vor allem junge Menschen und Familien dort bleiben und nicht wegziehen, sagte Peter Kraus vom ALE. Der „Zukunftsatlas 2016“ bestätige den „Sog der Großstädte“. Der ländliche Raum drohe abgehängt zu werden. Um dem entgegen zu wirken, müsse ein intaktes Wohn- und Lebensumfeld geschaffen werden. Schwarzach sei dies mit der generationenübergreifenden Freizeitanlage gelungen, welche das Kitzinger Büro arc.grün plante und die Bauarbeiten begleitete. Für Planer Ralph Schäffner war die langgezogene ehemalige Ortsverbindungsstraße eine Herausforderung. Dieser Ort sei durch die Schaffung eines Parks neu definiert worden.

Die Freude über das Werk drückten stellvertretender Landrat Paul Streng sowie die Landtagsabgeordneten Günther Felbinger (FW) und Volkmar Halbleib (SPD) in ihren Grußworten aus. Mit stimmungsvollen Musikstücken umrahmte das Bläserecho Stadtschwarzach unter Leitung von Hubert Blass den Festakt.

Die Einweihung der Freizeitanlage in Stadtschwarzach war ein Fest für die ganze Familie – und das bei strahlendem Sonnenschein.
| Die Einweihung der Freizeitanlage in Stadtschwarzach war ein Fest für die ganze Familie – und das bei strahlendem Sonnenschein.
Abt Michael Reepen besprühte den Stadtpark – und seine Nutzer – gemeinsam mit Pfarrer Matthäus Sandrock mit Weihwasser.
Foto: PETER PFANNES | Abt Michael Reepen besprühte den Stadtpark – und seine Nutzer – gemeinsam mit Pfarrer Matthäus Sandrock mit Weihwasser.
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