Rüdenhausen

Photovoltaikanlagen weiter ablehnen oder nicht?

Auf Ackerflächen nördlich von Rüdenhausen, direkt an der Autobahn, könnte eine rund zehn Hektar große Fotovoltaik-Anlage entstehen.
Foto: Andreas Stöckinger | Auf Ackerflächen nördlich von Rüdenhausen, direkt an der Autobahn, könnte eine rund zehn Hektar große Fotovoltaik-Anlage entstehen.

Die Gemeinde Rüenhausen muss sich künftig näher mit dem Thema Photovoltaik befassen. Zur Sitzung des Gemeinderats lag dazu eine Anfrage auf dem Ratstisch, in der ein Investor um einen "informellen Vorbescheid" für die Errichtung einer solchen Anlage auf einer Ackerfläche bat.

Bürgermeister Gerhard Ackermann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gemeinde eine grundsätzliche Entscheidung treffen müsse, ob sie Anlagen zur Freiflächen-Photovoltaik gestatten möchte. "Lehnen wir es ab, oder legen wir Standorte für weitere Interessenten fest?", so Ackermann. Bisher habe man die Anfragen abgelehnt, unter dem Gesichtspunkt der landschaftlichen Beeinträchtigung unserer Flur, so Ackermann.

Die diesmal betreffenden Äcker befindet sich im Norden Rüdenhausens, direkt an der Autobahnauffahrt, im Flurstück Hochellern. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von gut zehn Hektar direkt an der Gemarkungsgrenze zu Abtswind. Zwei größere Grundstücke sowie weitere Teilflächen sind dafür vorgesehen, betroffen wären laut Gemeinde sechs verschiedene Grundstückseigentümer.

Auf Ackerflächen nördlich von Rüdenhausen, direkt an der Autobahn, könnte eine rund zehn Hektar große Fotovoltaik-Anlage entstehen.
Foto: Andreas Stöckinger | Auf Ackerflächen nördlich von Rüdenhausen, direkt an der Autobahn, könnte eine rund zehn Hektar große Fotovoltaik-Anlage entstehen.

In der Ratssitzung trug Bürgermeister Ackermann bereits einige der im Vorfeld dazu gestellten Anfragen der Räte zu dem Projekt vor. Er hatte sie an die Firma weiter geleitet, die auch beantwortet wurden. So solle die Anlage 20 Jahre betrieben werden, mit zweimaliger Option auf Verlängerung von je fünf Jahren. Der Rückbau wird durch eine Bankbürgschaft gesichert.

Das Betreibermodell sieht eine Investitionsgesellschaft mit anteiliger Bürgerbeteiligung bis zu einem Anteil von 20 Prozent vor. Die Gewerbesteuer werde zu 100 Prozent im Standort abgeführt, schrieb der Bewerber.

25 Meter lange Mauer mit Comic-Motiven genehmigt

Die Gemeinderäte zeigten sich bei der anschließenden kurzen Diskussion aufgeschlossen für das Thema. Zunächst müsse man aber intern das "Wo, Was und Wie" klären, meinte der zweite Bürgermeister Karl-Heinz Rebitzer. Zur aktuellen Anfrage gab Ratsmitglied Cristian Neubert zu bedenken, dass diese direkt an der Autobahn und an der Gemarkungsgrenze liege. Lehne man diese ab, könne sie nur wenige Meter daneben entstehen und Rüdenhausen habe nichts davon. Er schlug vor, zunächst eine Aufstellung der für den Ort wichtigen Kriterien zu machen. Darauf einigten sich die Räte.

Außerdem lag zur Sitzung eine Anfrage zur malerischen Gestaltung einer Stützmauer in der Siedlung "Leyermühle" vor. Dort will ein Anwohner eine 25 Meter lange Mauer, die zur Einfriedung seines Grundstücks entlang der Straße dient, errichten. Diese möchte er gerne mit Comic-Motiven bemalen, die er dem Gremium vorlegte. Behörden und Vorschriften haben nichts dagegen, so dass der Gemeinderat zustimmte.

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