Volkach

Solawi und ÖVEG: Bio-Gemüse und -Obst im neuen Depot

Eine Idee setzt sich durch: Solidarische und ökologische Landwirtschaft trifft auf Verbraucher, die Bio-Produkte aus der Region schätzen. Ab jetzt in einem neuen Gebäude.
Immer freitags beliefert Biogärtner Erich Gahr das neue Depot von Solawi und ÖVEG in der Riemenschneider Straße in Volkach mit frischem Bio-Gemüse.
Foto: Peter Pfannes | Immer freitags beliefert Biogärtner Erich Gahr das neue Depot von Solawi und ÖVEG in der Riemenschneider Straße in Volkach mit frischem Bio-Gemüse.

Trotz Corona-Pandemie hat sich das Depot der solidarischen Landwirtschaft (Solawi) und der Ökologische Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft (ÖVEG) in Volkach gut entwickelt. Beide Gemeinschaften, die ihre Nahrungsmittel frisch aus der Region beziehen, haben in einer Halle in der Riemenschneiderstraße ein neues Zuhause gefunden. Dort können die inzwischen 15 Ernteteiler der Solawi und die Mitglieder der ÖVEG ihre Produkte unter Einhaltung der Corona-Richtlinien abholen.

Das Depot der Solawi Kitzingen in Volkach war im vergangenen Juni eingeweiht worden, damals noch Am Bach in der unteren Altstadt. Initiiert wurde das Gemeinschaftsprojekt vom Bund Naturschutz und von Bündnis 90/Die Grünen. In dem Solawi-Projekt tragen viele Menschen gemeinsam die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs. Im Gegenzug erhalten sie ein Jahr lang wöchentlich die gesamte Ernte.

Beliefert wird das Volkacher Solawi-Abholdepot von Bio-Gärtner Erich Gahr, der seit eineinhalb Jahren an weiteren vier Standorten Solawi-Depots beliefert. Etwa einen Monat nach Solawi wurde die ÖVEG ins Leben gerufen und Ende des Jahres ins Vereinsregister eingetragen. Mitglieder sind sowohl verschiedene ökologische Erzeuger als auch Verbraucher, die regionale und saisonale Produkte bevorzugen. Ihre Bestellungen bei der ÖVEG geben die Verbraucher per Mail auf. Die Abholung für beide Vertriebsformen erfolgt ab Freitagnachmittag kontaktlos nach den Hygienevorschriften.

Zutritt per Zahlencode

Mit einem Zahlencode, den alle Mitglieder beider Vereine kennen, kann man jederzeit das Depot betreten und seine Waren abholen. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos. Solawi und ÖVEG wollen weiter die Werbetrommel rühren. "Im Frühjahr will die ÖVEG gemeinsam mit der Solawi eine Informations- und Werbekampagne starten", erklärt Gerda Hartner von der Solawi. "Wir suchen weitere Erzeuger aus der Umgebung, die Bio- oder ungespritztes Gemüse und Obst liefern", blickt ÖVEG-Vorsitzende Ulrike Pierl nach vorne.

Immer freitags kommt frischem Bio-Gemüse.
Foto: Peter Pfannes | Immer freitags kommt frischem Bio-Gemüse.

Aktuell erhält die Gemeinschaft Produkte von: Bio-Hof Seuferling (Zeilitzheim), Bäckerei Kohler, Marienhof, Familie Heinz Wagenhäuser (alle Volkach), Manfred Erhard aus Obervolkach, Raritätengärtnerei Schwarzach und Biolandbetrieb Geiger (beide Schwarzach). In der Gemeinschaft laufe es trotz Corona gut, schildert Pierl die Lage, vor allem, weil viele Hände mit anpacken und weil die digitale Vernetzung untereinander sehr gut sei. "Alle Vorstandsmitglieder helfen mit, damit nicht die ganze Arbeit an einer Person hängt", sagt die Vorsitzende und erläutert das Prozedere.

Samstags holt sie die Angebote der Erzeuger ein. Montags werden die Mitglieder per Mail über dieses Angebot informiert. Bis Mittwochabend muss bei der ÖVEG bestellt werden. Freitags wird die frische Ware geliefert. Ehrenamtlich stellen mehrere Vereinsmitglieder im Wechsel die Gemüsekisten zusammen, die dann am Freitagnachmittag abgeholt werden können.

Obst und Gemüse der Saison

Einige Solawi-Mitglieder gehören auch ÖVEG an. Sie beziehen ein Ernteteil und ergänzen es durch Zusatzbestellungen bei der ÖVEG wie Brot, Eier, Nudeln, Hähnchenfleisch im Glas, Öl, Honig, Säfte, Kräuter, aber auch verschiedenes Gemüse und vor allem Obst direkt von der Mainschleife. Das Gemüse für die Ernteteiler liefert Erich Gahr aus Kitzingen. Der Bio-Gärtner, der den ökologischen Anbau seit 40 Jahren liebt und lebt, ist zufrieden mit der Abnahme in Volkach. "Es pendelt sich langsam ein", sagt er.

In den Wintermonaten ist frisches regionales Gemüse wie Sellerie, Lauch, Feldsalat, Mangold und mehrere Kohlsorten sehr gefragt. Und auch ein paar "Exoten" wie beispielsweise Topinambur als Alternative zu Kartoffeln oder Kohlrüben hat der 67-Jährige im Angebot.

Infos zur Solawi gibt es online unter www.solawi-kitzingen.de oder bei Gerda Hartner Tel. (09381) 9879 und zur ÖVEG per Mail unter oevegvolkach@gmail.com oder bei Ulrike Pierl unter Tel. (09381) 9479.

Solawi und ÖVEG in Volkach: Adresse für Bio-Nahrungsmittel.
Foto: Peter Pfannes | Solawi und ÖVEG in Volkach: Adresse für Bio-Nahrungsmittel.
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