Kitzingen

Stadt Kitzingen wird noch kein Veranstaltungsmanagement einrichten

Die Große Kreisstadt stellt ihre Kulturarbeit, ausgelöst durch einen Personalwechsel, auf neue Füße. Ein Ziel ist es, die Kulturangebote in Kitzingen miteinander zu vernetzen.
Teil des städtischen Kulturprogramms: ein Opernnachmittag mit Studierenden der Musikhochschule Würzburg in der Alten Synagoge in Kitzingen.
Foto: Richard Arndt-Landbeck | Teil des städtischen Kulturprogramms: ein Opernnachmittag mit Studierenden der Musikhochschule Würzburg in der Alten Synagoge in Kitzingen.

Der Kitzinger Stadtrat hat die personellen Weichen für die Nachfolge von Richard Arndt-Landbeck, verantwortlich für den städtischen Kulturbetrieb, gestellt. Er geht zum Jahresende in den Ruhestand. In der Folge wird es keine Vhs-Doppelspitze, deren einer Teil Arndt-Landbeck war, in dieser Form mehr geben. Stattdessen hat sich der Stadtrat am Dienstagabend darauf geeinigt, die Kulturarbeit auf neue Füße zu stellen.

Mit 24:4 Stimmen entschied sich das Gremium dafür, vorerst nur die personelle Nachbesetzung von Arndt-Landbeck innerhalb der Kitzinger Stadtverwaltung zu regeln. Drei Mitarbeiter sollen den Kulturbetrieb managen, die vorerst alle halbtags angestellt sein sollen. Geplant sind eine Leitungs-, eine Techniker- und eine Sachbearbeiterstelle. Dies hatte auch der neue Kulturreferent des Rats, Walter Vierrether, seinen Kollegen vorgeschlagen.

Berichtigung: Offen ist noch die Frage der Organisationsstruktur. In einem Vorbericht stand, dass im Rat auch darüber entschieden worden sei; das ist falsch. Richtig ist: Drei Möglichkeiten sind denkbar. Entweder könnte die Stadt ein Kulturamt einrichten. Die zweite Variante wäre eine privatwirtschaftlich organisierte Eventmarketing GmbH, wie sie Stadtmarketingverein-Vorsitzender Frank Gimperlein mit sich selbst als Geschäftsführer vorgeschlagen hatte. Die Stadtverwaltung favorisiert und empfiehlt dem Stadtrat dagegen Variante 3: ein Veranstaltungsmanagement für alle Kultur- und Festveranstaltungen. 

Alle Kulturangebote miteinander verbinden

Die Stellen, insbesondere die Leitung, sollen nun möglichst schnell ausgeschrieben werden, um sie bis Herbst besetzen zu können. Das würde eine Einarbeitung unter dem jetzigen Leiter ermöglichen. Die Stellen werden dann nicht mehr der Vhs zugeordnet; vielmehr wird der Kulturbetrieb bis auf Weiteres dem Oberbürgermeister direkt unterstellt sein.

Inhaltlich, das betonte Hauptamtsleiter Ralph Hartner, ist es dem Gremium wichtig, den Stellenwert der Kultur beizubehalten, eventuell auszubauen, keinesfalls aber am kulturellen Angebot zu sparen. Die neue Konstellation könnte in Zukunft dafür genutzt werden, alle Kulturanbieter in der Stadt Kitzingen miteinander zu vernetzen und ihre Angebote zu koordinieren. 

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