Kitzingen

Stolpersteine für die Oppenheimers werden verlegt

Für Otto Oppenheimer (1927 – 1942) wird ein Stolperstein in der Rosenstraße 17 verlegt.
Foto: Rachel Guy, Israel | Für Otto Oppenheimer (1927 – 1942) wird ein Stolperstein in der Rosenstraße 17 verlegt.

Im vergangenen Sommer begab sich eine Gruppe israelischer Nachfahren der jüdischen Familien Oppenheimer und Schur mit Vorstandsmitgliedern des Fördervereins ehemalige Synagoge Kitzingen auf Spurensuche nach Kitzingen. Neben der ehemaligen Synagoge und dem angrenzenden Haus des Synagogendieners, in dem die Familie Schur gelebt hatte, suchten sie auch die ehemalige Weinhandlung Oppenheimer in der Rosenstraße 17 und Gräber der Familien auf dem jüdischen Friedhof Rödelsee auf, heißt es in einer Pressemitteilung.

Da für die vier deportierten und ermordeten Oppenheimers bislang keine Stolpersteine vorhanden sind, werden am Mittwoch, 10. März, vom Künstler Gunter Demnig vier Stolpersteine verlegt.

Die Zeremonie, zu der alle Interessierten eingeladen sind, beginnt, nach Auskunft des Fördervereins ehemalige Synagoge Kitzingen, bereits um 9.30 Uhr in der Alten Synagoge Kitzingen. Schüler des Armin-Knab-Gymnasiums und Mitglieder des Fördervereins werden die Biografien der vier Opfer des Nationalsozialismus vorstellen. Im Anschluss erfolgt die Verlegung der Stolpersteine vor dem Haus Rosenstraße 17.

Rachel Schur, geboren 1891 in Kitzingen, hatte spät den Weinhändler Moritz Moses Oppenheimer geheiratet, da sie mit der Hochzeit vergeblich auf die Rückkehr ihrer drei Brüder aus dem 1. Weltkrieg warten wollte.

Ihr einziger Sohn Otto, Jahrgang 1927, besuchte zuletzt eine jüdische Berufsschule in Frankfurt, wo er eine Schlosserausbildung absolvierte. Der 15-Jährige wurde gemeinsam mit den Eltern und der ledigen Tante Sofie Oppenheimer am 24. März 1942 von Kitzingen nach Izbica deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Von der Großfamilie überlebten einzig zwei weitere Brüder Rachels, die rechtzeitig emigriert waren und die ebenfalls rechtzeitig ins Ausland geflüchteten Kinder ihrer Schwester Bertha, die selbst aus der Heil- und Pflegeanstalt Werneck nach Chelmno verschleppt worden war, wo sie am 25. Januar 1941 starb.

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