Volkach

Unterschriftenliste: Was die Obervolkacher am Baugebiet stört

Die Anwohner des geplanten Baugebiets "An der Michaeliskapelle" in Obervolkach kritisieren mehrere Punkte. Vor allem ein Nadelöhr bereitet ihnen Sorge.
Gerhard Abt (rechts) und Klaus Mäkert (Mitte) haben bei der Volkacher Stadtratssitzung am Montagabend in der Mainschleifenhalle eine Unterschriftenliste übergeben, mit der sie Änderungen bei der Planung des neuen Obervolkacher Baugebiets fordern.
Foto: Barbara Herrmann | Gerhard Abt (rechts) und Klaus Mäkert (Mitte) haben bei der Volkacher Stadtratssitzung am Montagabend in der Mainschleifenhalle eine Unterschriftenliste übergeben, mit der sie Änderungen bei der Planung des neuen ...

Eines hat Gerhard Abt gleich zu Beginn betont: "Wir sind nicht gegen das Baugebiet." Zusammen mit Klaus Mäkert war er am Montagabend in die Mainschleifenhalle nach Volkach gekommen, um in der Stadtratssitzung eine Unterschriftenliste mit über 100 Unterschriften von Obervolkacher Anwohnern zu übergeben. Sie alle stören verschiedene Punkte der Planung für das Baugebiet "An der Michaeliskapelle", das im Norden Obervolkachs entstehen soll.

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Der wichtigste Punkt, der laut Abt die Anwohner beschäftigt, ist der Wunsch nach einer eigenen Zu- und Ausfahrt auf die Kreisstraße 33 (KT33) zwischen Obervolkach und Gaibach. Zwar hätten Messungen in der Michaelistraße im November 2020 ergeben haben, dass dort nur 100 Autos täglich fahren, doch dieses Ergebnis sei wegen der Corona-Pandemie verfälscht. Mehr Menschen im Homeoffice und weniger Einkaufsfahrten müssten berücksichtigt werden.

Mehr Verkehr für eine enge Straße

Als „Nadelöhr“ haben Abt und Mäkert vor allem die Landsknechtstraße erkannt. Diese sei bereits jetzt die am meisten frequentierte Straße. Man schätze die Zahl der Fahrzeuge außerhalb von Corona jetzt schon auf bis zu 200 inklusive des Schwerlastverkehrs, obwohl sie eng und verkehrsberuhigt sei. Nicht zuletzt führe auch der Radweg von Volkach kommend ein Stück weit durch die Landsknechtstraße. "Und wer den Radweg kennt, weiß was da bei schönen Wetter los ist", sagte Gerhard Abt zu den Stadträten und Zuhörern. Aus seiner Sicht sei ein Fußgänger-Verbindungsweg zur bestehenden Siedlung ausreichend, die Ein- und Ausfahrt der Autos über die Kreisstraße reiche aus.

Ein weiterer Kritikpunkt betraf die geplanten mehrgeschossigen Gebäude, die in einer ursprünglichen Fassung direkt an der Michaelistraße vorgesehen gewesen seien. Wie 3. Bürgermeisterin Gerlinde Martin auf Nachfrage sagte, sei der Standort der angedachten Mehrfamilienhäuser noch offen. Ebenso sei noch nicht klar, ob diese überhaupt im Plan bleiben. Das müsse noch diskutiert werden. Ihr sei es auf jeden Fall ein großes Anliegen, dass das Baugebiet zügig umgesetzt wird.

Liste an Bürgermeister übergeben

Abschließend übergaben die beiden Obervolkacher die Liste an Bürgermeister Heiko Bäuerlein. Darauf unterschrieben hatten viele Anwohner der Landsknechtstraße, Michaelistraße und der Straße Am Kreuz. Gerhard Abt rechnet für 2022 mit dem Beginn der Erschließung für das neue Baugebiet, aber hoffentlich mit geänderter Zufahrt. Es sei sehr gut, wenn man Obervolkachern eine Möglichkeit gebe, "mit ihrem Wunsch nach einem Eigenheim in ihrem Heimatort zu bleiben".

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