Markt Einersheim

Warmer Geldregen für Markt Einersheimer Gemeindesäckel

Noch geben die Grünstreifen entlang der Bahnhofstraße in Markt Einersheim optisch nichts her. Jetzt lässt die Gemeinde die fünf Grünstreifen mit Bäumen und Sträuchern bepflanzen.
Foto: Hartmut Hess | Noch geben die Grünstreifen entlang der Bahnhofstraße in Markt Einersheim optisch nichts her. Jetzt lässt die Gemeinde die fünf Grünstreifen mit Bäumen und Sträuchern bepflanzen.

Die Bundesregierung und der Freistaat Bayern gewähren den Kommunen einen Ausgleich für entgangene Gewerbesteuereinnahmen in den Zeiten der Corona-Pandemie. In der Markt Einersheimer Ratssitzung verkündete Bürgermeister Herbert Volkamer jetzt die frohe Botschaft, dass die Gemeinde eine Ausgleichssumme von 241 742 Euro bekommt. Dieser warme Geldregen überraschte nicht nur den Bürgermeister, die Höhe der Summe ist dem Umstand zu verdanken, dass die Gewerbesteuereinnahmen des Jahres 2018 zu Grunde gelegt wurden. Damals war die Gewerbesteuer noch gesprudelt, was Markt Einersheim jetzt den Batzen Geld bescherte.

Weitere Themen im Rat waren:

Der Gemeinderat folgte der Empfehlung des Bauausschusses zur Bepflanzung von fünf Randstreifen-Abschnitten in der Bahnhofstraße. Landschaftsarchitekt Marcus Viebahn hatte eine Kostenschätzung für die Pflanzung von zwei kleinkronigen Bäumen, Strauchgehölzen und Stauden ausgearbeitet und heraus kam die Summe von 23 101 Euro. Der Bürgermeister sprach sich nach den Zahlen dafür aus, die mit 4000 Euro veranschlagte Pflege der bepflanzten Streifen vom Bauhof ausführen zu lassen.

Alleine 2500 Euro mache das Gießen aus, "Wir kommen gut hin zum Gießen und können uns durch die Eigenregie einiges Geld sparen", verdeutlichte Volkamer. Zudem war in Viebahns Kostenschätzung der Betrag von 8000 Euro für Bodenaustausch enthalten, auch diese Arbeit kann die Gemeinde selbst weit günstiger leisten. Das Vorhaben kommt der Gemeinde noch viel günstiger, weil die Gemeinde die Verschönerung der Bahnhofstraße für das Regionalbudget der Interkommunalen Allianz 7/22 Südost anmeldet und auch mit einen schönen Zuschuss des Amtes für ländliche Entwicklung rechnen kann.

Entsorgung von Klärschlamm wieder nötig

Nach fünf Jahren wird wieder eine Klärschlammentsorgung in der Kläranlage notwendig. Für einen Preis von 27 Euro pro Kubikmeter bringt eine Firma im Sommer den Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen aus. Dafür sind im Haushalt 60 000 Euro vorgesehen.

Einem Bauantrag zur Umnutzung einer bestehenden Lagerhalle zu einem Wohnhaus in der Possenheimer Straße entsprach das Gremium nicht. "Wir würden uns gesetzeswidrig verhalten, wenn wir dem Antrag zustimmen würden", gab der Bürgermeister zu bedenken, eventuell wäre höchstens eine Duldung möglich.

Beim Anbau an den Kindergarten wird jetzt noch eine Wärmepumpe installiert, die effizienter arbeitet und später mit beiden Heizungssystemen kompatibel ist. Das Landratsamt als Fachbehörde hat die Wärmepumpe positiv beschieden.

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