Prichsenstadt

Warum Nachtwächter aus ganz Europa nach Prichsenstadt kommen

An Christi Himmelfahrt empfangen die beiden Prichsenstädter Nachtwächter über 100 Zunftkollegen. Sie pflegen die Tradition eines Berufs, der einst als "unehrlich" galt.
Bereit fürs Europäische Nachtwächter- und Türmerzunftreffen: Hermann Schloßnagel (li.) und Martin Assel beim Rundgang durch Prichsenstadt.
Foto: Thomas Obermeier | Bereit fürs Europäische Nachtwächter- und Türmerzunftreffen: Hermann Schloßnagel (li.) und Martin Assel beim Rundgang durch Prichsenstadt.

"Ich wollt' ja gar keiner werden." Hermann Schloßnagel erinnert sich, dass er sich damals einige Tage Bedenkzeit ausbedungen hatte, bevor er nach Krakau fuhr. Es war Christi Himmelfahrt, und wie immer zu dieser Zeit kamen die Mitglieder der  Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunftzum großen Treffen zusammen. Christoph Wolf aber, der Prichsenstädter Nachtwächter, war  unabkömmlich gewesen: Just über Christi Himmelfahrt war 1989 Straßenweinfest im Städtchen im Kitzinger Landkreis, da konnte der Nachtwächter unmöglich fehlen.   Also sprang Hermann Schloßnagel - gelernter ...

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