Schwarzach

Wie der Altmain "ökologisch aufgewertet" werden soll

Für den Altmain zwischen Volkach und Gerlachshausen, die wohl wertvollste Landschaft in der Region, plant der Bund Naturschutz eine ökologische Aufwertung, die auch den Ökotourismus berücksichtigt.
Foto: Peter Pfannes | Für den Altmain zwischen Volkach und Gerlachshausen, die wohl wertvollste Landschaft in der Region, plant der Bund Naturschutz eine ökologische Aufwertung, die auch den Ökotourismus berücksichtigt.

Der Bund Naturschutz (BN) strebt für den Altmain zwischen Volkach und Gerlachshausen im Rahmen des Bundesförderprogramms "Blaues Band" eine ökologische Aufwertung an. "Die schönsten Landschaften sind die, in die der Mensch nicht so viel reingepfuscht hat", sagte Ulrike Geise.

Die stellvertretende Vorsitzende des BN Kreisgruppe Kitzingen stellte am Dienstag in der Sitzung des Schwarzacher Gemeinderats eine Machbarkeitsstudie für die zwölf Kilometer lange Strecke vor. Der Altmain ist dort ein Natur- und Vogelschutzgebiet. Geise will bei dem Projekt, das auch Belange des Ökotourismus berücksichtigen soll, die Kommunen am Altmain mit ins Boot nehmen. Nach den Kommunalwahlen soll ein Workshop stattfinden, bei dem man eine projektbegleitende Arbeitsgruppe gründen will.

Skeptisch äußerten sich einige Ratsmitglieder hinsichtlich der Hochwassergefahren für Gerlachshausen und Hörblach. Grundsätzlich aber will Schwarzach das Projekt unterstützen, so der einstimmige Beschluss. Die Gemeinde Sommerach und die Stadt Volkach hätten ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die Anrainergemeinde Nordheim habe sich noch nicht endgültig entschieden, erläuterte Ulrike Geise.

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Der Naturpark Steigerwald e.V. plant ein Konzept "Wanderregion Steigerwald", bei dem eine einheitliche Beschilderung umgesetzt und die Region übergreifend zu einem hochwertigen Wanderziel weiterentwickelt wird. Der Gemeinderat befürwortete einstimmig die Planung und Umsetzung des Wanderkonzepts. In den nächsten drei Jahren fallen etwa 3000 Euro Kosten für Schwarzach an.

"Wir sind mittlerweile ein echtes Energiedorf", sagte Bürgermeister Volker Schmitt mit Blick auf den jüngsten Energiebericht der N-Ergie. Der Markt Schwarzach speist aus Anlagen erneuerbarer Energien mehr Strom ins Netz ein als er verbraucht. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien wurde mit 17 846 Megawattstunden angegeben, der Verbrauch in der Großgemeinde lag nur bei 12 115 Megawattstunden. In Schwarzach gibt es 214 Photovoltaikanlagen, drei Biomasse-Anlagen und ein Wasserkraftwerk, das den meisten erneuerbaren Strom liefert.

Der Marktgemeinderat stimmte außerdem dem Angebot der Firma T-Systems von 55 316 Euro für die Glasfaseranbindung der Grundschule Schwarzacher Becken zu. Der Förderantrag wird zeitnah bei der Regierung von Unterfranken eingereicht.

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