Verkehrte Milchwelt auf dem Rücken

Wenn Nutrias mitten im kalten Winter ihre Jungen zur Welt bringen, ist das eine mühevolle und langwierige Prozedur.

D ie Nutria besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. Die Südamerikanerin lebt in Deutschland wild wie ein einheimisches Tier. Als Wirtschaftsfaktor wurde sie ins Land geholt, um im Namen von Herbst- und Frühjahrsmode mit ihrem Pelz auszuhelfen. Doch viele Tiere entkamen aus den Farmen und gelangten - umgekehrt wie Kolumbus - in eine neue Welt, die ihnen fremd war. Hier zeigt sich, dass der größte Feind für diese Pelztiere ausgerechnet der Winter ist. Sie scheinen auf so etwas gar nicht vorbereitet zu sein. Sie erkennen nur schlecht, dass sie beim Tauchen nicht unter eine geschlossene Eisdecke geraten dürfen.

Archiv-Artikel
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