Lohr

1978: Wie es in Lohr zu einer gewaltigen Gasexplosion kam

Eine Frau starb, 60 Menschen wurden verletzt, Hunderte halfen: Der 26. Juni 1978 hat einen festen Platz hat im kollektiven Gedächtnis der Stadt Lohr.
Nach der Gasexplosion am 26. Juni 1978 am Marktplatz in Lohr: Helfer tragen einen Verwundeten zum 250 Meter entfernten Krankenhaus. 
Foto: Karl Anderlohr | Nach der Gasexplosion am 26. Juni 1978 am Marktplatz in Lohr: Helfer tragen einen Verwundeten zum 250 Meter entfernten Krankenhaus. 

Montag, 26. Juni 1978. Es ist ein etwas frischer Sommertag, der Himmel bedeckt. Die Lohrer Innenstadt ist eine Baustelle: Die Hauptstraße wird zur Fußgängerzone umgebaut. Im Erdgeschoss des Rathauses tagt um 17 Uhr der Finanzausschuss des Stadtrats. Siegfried Selinger, damals seit zwei Monaten Stadtrat, später Bürgermeister, hat sich verspätet. Eine Bekannte hat ihn aufgehalten. Kaum hat er die Tür im Rathausturm hinter sich geschlossen, knallt es: Eine gewaltige Druckwelle sprengt die Tür aus den Angeln. Selinger fällt mit ihr unter die Wendeltreppe.

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